Wann nur?
Vom Lebensstrom getragen,
wie ein Stück Holz getrieben,
an Stein gedrückt, gerieben-
wohin? Ich kann ´s nicht sagen.
*
Gedreht in stetem Wirbeln,
die Bahn nicht steuerbar,
nimmst Ufer du nicht wahr
im Auf und Ab, im Zwirbeln.
*
Es ruckt, stößt und treibt voran
in diesem drängend Fluss.
Die Flut jedoch auch enden muss
im Meer der Endlichkeit - nur wann?
Sonntag, 8. März 2009
Samstag, 7. März 2009
Selbstkritisch
Ich bin, wenn man es recht bedenkt,
vom Leben reichlich wohl beschenkt.
So habe ich die Lebenszeit
verbracht fast ohne ernste Krankheit,
gesegnet mit Familienglück
und Wohlstand, so ein kleines Stück.
Nur, was die Feder so hergibt
ist leider wirklich nicht beliebt.
Darum schränkt sich mein Glücklichsein
in diesem Punkte merklich ein.
Hätt ich das Schreiben doch vermieden,
dann wär ich wohl mit mir zufrieden!
Ich bin, wenn man es recht bedenkt,
vom Leben reichlich wohl beschenkt.
So habe ich die Lebenszeit
verbracht fast ohne ernste Krankheit,
gesegnet mit Familienglück
und Wohlstand, so ein kleines Stück.
Nur, was die Feder so hergibt
ist leider wirklich nicht beliebt.
Darum schränkt sich mein Glücklichsein
in diesem Punkte merklich ein.
Hätt ich das Schreiben doch vermieden,
dann wär ich wohl mit mir zufrieden!
Freitag, 6. März 2009
Kein Wunschkonzert
Der Winter schmuddelt mit der Zeit.
Noch macht der Frühling sich nicht breit,
wenngleich man ihn doch angefleht,
damit der Winter endlich geht!
*
Und so verhält sich auch das Leben.
Es sollte keine schlimmen Zeiten geben
man sehnt sich gute doch so sehr herbei.
Doch wünschen ist dem Leben einerlei!
*
So nimm es hin, was immer dir gewährt,
auch wenn ´s dein Innerstes nach außen kehrt.
Vergleich es mit dem Wende-Paleteau,
den trägt man so- und manches Mal auch so.
Der Winter schmuddelt mit der Zeit.
Noch macht der Frühling sich nicht breit,
wenngleich man ihn doch angefleht,
damit der Winter endlich geht!
*
Und so verhält sich auch das Leben.
Es sollte keine schlimmen Zeiten geben
man sehnt sich gute doch so sehr herbei.
Doch wünschen ist dem Leben einerlei!
*
So nimm es hin, was immer dir gewährt,
auch wenn ´s dein Innerstes nach außen kehrt.
Vergleich es mit dem Wende-Paleteau,
den trägt man so- und manches Mal auch so.
Donnerstag, 5. März 2009
Sturer Bock
Ich steh allein auf weiter Flur,
um mich herum kein Menschenkind.
Wieso ich keinen Anhang find
liegt wohl daran, dass ich so stur.
*
Charakter, der sich so verhält,
nur geradeaus, nicht seitwärts blickt,
erweist sich eher als ungeschickt
untauglich für Geselligkeit und Welt.
*
Zwar fühl ich mich dabei nicht gut,
alleine so von allen abgeschieden,
seit auch die Freunde mich gemieden,
gibt kein Kontakt mir neuen Mut.
*
Doch – ändern werde ich mich nie.
Ich bin nun mal ein sturer Bock,
die Einsamkeit in der ich hock
zwingt mich auch jetzt nicht in die Knie!
Ich steh allein auf weiter Flur,
um mich herum kein Menschenkind.
Wieso ich keinen Anhang find
liegt wohl daran, dass ich so stur.
*
Charakter, der sich so verhält,
nur geradeaus, nicht seitwärts blickt,
erweist sich eher als ungeschickt
untauglich für Geselligkeit und Welt.
*
Zwar fühl ich mich dabei nicht gut,
alleine so von allen abgeschieden,
seit auch die Freunde mich gemieden,
gibt kein Kontakt mir neuen Mut.
*
Doch – ändern werde ich mich nie.
Ich bin nun mal ein sturer Bock,
die Einsamkeit in der ich hock
zwingt mich auch jetzt nicht in die Knie!
Dienstag, 3. März 2009
Ende eines Traums
Ich machte mich auf
im schwächelndem Tageslicht
den Sonnenball
am Horizont zu fangen.
Endlos
dehnte sich mein Weg,
doch so nah und golden
schien mein Ziel,
dass ich die Arme ausstreckte
um es zu greifen.
Vergeblich,
es rutschte weiter
immer tiefer hinter den Horizont,
tauchte den Himmel
in ein blutrotes Meer,
bevor der letzte
Sonnenbogen darin versank.
So endete mein Weg
in Erschöpfung und Dunkelheit.
Ich machte mich auf
im schwächelndem Tageslicht
den Sonnenball
am Horizont zu fangen.
Endlos
dehnte sich mein Weg,
doch so nah und golden
schien mein Ziel,
dass ich die Arme ausstreckte
um es zu greifen.
Vergeblich,
es rutschte weiter
immer tiefer hinter den Horizont,
tauchte den Himmel
in ein blutrotes Meer,
bevor der letzte
Sonnenbogen darin versank.
So endete mein Weg
in Erschöpfung und Dunkelheit.
Montag, 2. März 2009
Rat an wohlmeinende Politiker
Die Natter des Parteienzwists
hat jüngst geschlüpftes Küken des Verstands
verschlungen.
Noch eh sein erstes leises Piepsen
ist verklungen
hat Geifer-Gier das Schlangenmaul gestreckt
und in den dunklen Natterleib
den sterbend Restverstand versteckt.
Weh dem, der einstmals für Vernunft
aufopfernd sich verbürgt
und auf Verständigung, auf den Verstand gesetzt.
Er schaut entsetzt nur zu wie
dieser abgewürgt
da er ihn in das Schlangenest
der Politik gesetzt.
Vernunft wird dort nicht nachgefragt,
weil das Gesetz des Dschungels nur regiert
und deshalb sieh dich vor, dass dir ein Sturz
in diese Schlangengrube nicht passiert!
Die Natter des Parteienzwists
hat jüngst geschlüpftes Küken des Verstands
verschlungen.
Noch eh sein erstes leises Piepsen
ist verklungen
hat Geifer-Gier das Schlangenmaul gestreckt
und in den dunklen Natterleib
den sterbend Restverstand versteckt.
Weh dem, der einstmals für Vernunft
aufopfernd sich verbürgt
und auf Verständigung, auf den Verstand gesetzt.
Er schaut entsetzt nur zu wie
dieser abgewürgt
da er ihn in das Schlangenest
der Politik gesetzt.
Vernunft wird dort nicht nachgefragt,
weil das Gesetz des Dschungels nur regiert
und deshalb sieh dich vor, dass dir ein Sturz
in diese Schlangengrube nicht passiert!
Sonntag, 1. März 2009
Mein Pegasus
Im Märzen spannt der Bauer dann
nicht Rösslein, nein, den Trecker an.
Mein Dichterross, der Pegasus
auch aus den Hufen kommen muss.
Hab das Gefühl, dass er noch lahmt,
darum hab ich ihn auch ermahnt:
er soll zum Höhenflug mich bringen
und nicht so ungezügelt springen,
denn in der geistigen Dressur
hilft einzig Disziplin mir nur.
Der Pegasus sagt darauf schlicht:
„du bist es, den der Hafer sticht.
Ich flög davon, ich wär dabei,
allein – du bist nicht schwindelfrei“!
Im Märzen spannt der Bauer dann
nicht Rösslein, nein, den Trecker an.
Mein Dichterross, der Pegasus
auch aus den Hufen kommen muss.
Hab das Gefühl, dass er noch lahmt,
darum hab ich ihn auch ermahnt:
er soll zum Höhenflug mich bringen
und nicht so ungezügelt springen,
denn in der geistigen Dressur
hilft einzig Disziplin mir nur.
Der Pegasus sagt darauf schlicht:
„du bist es, den der Hafer sticht.
Ich flög davon, ich wär dabei,
allein – du bist nicht schwindelfrei“!
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