Ewig fern das Firmament
blick hinauf ich zu den Sternen,
zeitlos wohl ihr Feuer brennt
in des Weltraums stillen Fernen.
Und mein ICH, das erdgebunden
sehnt sich nach Unsterblichkeit,
hat sich nicht mit abgefunden
endlicher Vergänglichkeit.
Ewig unerfüllte Sehnsucht
nach lebendig bleibend ICH,
falscher Träume schlimme Flucht,
bös Erwachen, trügt man sich!
Dienstag, 19. Januar 2010
Montag, 18. Januar 2010
Wacker voran
Zuversicht ist ´s, die ich misse
bei den Alten um mich rum.
Wie ein Gebäude voller Risse
fürchte ich es fällt bald um.
Und so schleicht man
statt zu tanzen
im Gebäude hin und wider.
Stille herrschet in dem ganzen
Haus erklingen keine Lieder.
Jugendliche Fröhlichkeit
ist verdrängt von Altersschwächen
und der Stumpfsinn macht sich breit,
Lebensfreude zu zerbrechen.
Auf, ihr Alten, macht euch fit!
Widrigkeiten abgeschüttelt!
Mauerwerk, das aus Granit
jeder Sturm vergeblich rüttelt.
bei den Alten um mich rum.
Wie ein Gebäude voller Risse
fürchte ich es fällt bald um.
Und so schleicht man
statt zu tanzen
im Gebäude hin und wider.
Stille herrschet in dem ganzen
Haus erklingen keine Lieder.
Jugendliche Fröhlichkeit
ist verdrängt von Altersschwächen
und der Stumpfsinn macht sich breit,
Lebensfreude zu zerbrechen.
Auf, ihr Alten, macht euch fit!
Widrigkeiten abgeschüttelt!
Mauerwerk, das aus Granit
jeder Sturm vergeblich rüttelt.
Schlau oder nur blöde?
Ach, wie sind wir Menschen schlau,
so schlau, dass man es fast nicht mehr
begreift,
wie schlau weiß niemand eigentlich genau.
Ja, schlau sind wir – nur noch nicht ganz
gereift!
Wir sind wie Kinder, die die ersten Worte
plappern,
zwar die Bedeutung gar nicht recht
verstehen,
vor lauter Freude wedelnd mit den Rasseln
klappern,
derweil die Eltern voller Stolz uns lächeln
sehen.
Wir sind so schlau, dass uns die Schweine
beißen,
vor lauter Schlauheit handeln wie ein kleines
Kind,
das Spielzeug, unsere Welt, in Trümmern schmeißen
und hinterher auch sogar stolz drauf sind!
Ja, schlau sind wir, so ganz besonders schlau.
Wie schlau wir sind,
wir werden ´s nicht erfahren,
weil wir zu schlau, um unsere Blödheit
zu ertragen!
so schlau, dass man es fast nicht mehr
begreift,
wie schlau weiß niemand eigentlich genau.
Ja, schlau sind wir – nur noch nicht ganz
gereift!
Wir sind wie Kinder, die die ersten Worte
plappern,
zwar die Bedeutung gar nicht recht
verstehen,
vor lauter Freude wedelnd mit den Rasseln
klappern,
derweil die Eltern voller Stolz uns lächeln
sehen.
Wir sind so schlau, dass uns die Schweine
beißen,
vor lauter Schlauheit handeln wie ein kleines
Kind,
das Spielzeug, unsere Welt, in Trümmern schmeißen
und hinterher auch sogar stolz drauf sind!
Ja, schlau sind wir, so ganz besonders schlau.
Wie schlau wir sind,
wir werden ´s nicht erfahren,
weil wir zu schlau, um unsere Blödheit
zu ertragen!
Sonntag, 17. Januar 2010
Teilnahmslos
Das Zuschauen ist des Menschen
höchste Lust,
so unbeteiligt wie ein Gott von
dem Olymp herabzusehen,
sich zu ergötzen so an andrer Leute
Frust,
fernab und unbeschadet vom
Geschehen.
Man äußert sich in klugen
Kommentaren,
dass dieses oder jenes hätt man anders
machen sollen.
Man heuchelt Mitleid oder rauft sich an
den Haaren,
doch ohne irgendeiner Wirklichkeit
Tribut zu zollen.
Des Menschen Neugier am Geschehen
ist Lust erfüllend aber vielfach
teilnahmslos.
So ist das Zuschauen etwas anderes als
hinzusehen
und bietet Gaffern einer Scheinwelt
Bühne bloß.
höchste Lust,
so unbeteiligt wie ein Gott von
dem Olymp herabzusehen,
sich zu ergötzen so an andrer Leute
Frust,
fernab und unbeschadet vom
Geschehen.
Man äußert sich in klugen
Kommentaren,
dass dieses oder jenes hätt man anders
machen sollen.
Man heuchelt Mitleid oder rauft sich an
den Haaren,
doch ohne irgendeiner Wirklichkeit
Tribut zu zollen.
Des Menschen Neugier am Geschehen
ist Lust erfüllend aber vielfach
teilnahmslos.
So ist das Zuschauen etwas anderes als
hinzusehen
und bietet Gaffern einer Scheinwelt
Bühne bloß.
Samstag, 16. Januar 2010
Die unverzeihliche Lüge
Was immer auf der Welt geschah,
welch Unglück auch die Menschheit traf,
stets war da irgendeiner da,
der wusste: das ist Gottes Straf´.
Den Göttern der antiken Welt,
den nordischen alter Germanen
und wer sich sonst dazu gesellt
bis zu den Geistern der Schamanen,
stand Rache – oder Strafgericht
für den, der nach Erklärung suchte,
vielleicht noch gradwegs zu Gesicht,
war´n doch die Götter auch Verruchte!
Doch leuchtete am Himmel schon
der Stern der Monotheisten.
Es fing hier an mit Echnathon,
hernach mit Offenbarungen für
Juden, Moslems, Christen.
Doch diesmal straft ein einz´ler Gott
den Mensch für sündige Taten,
stürzt in Verzweiflung ihn und Not.
Warum hat er ihn dann erschaffen?
Nachdenken hier von Nöten scheint!
Warum sollt Gott die Katastrophen senden,
wenn nachts das Menschenkind in seine Kissen weint,
warum sollt Gott dann Trost noch spenden?
welch Unglück auch die Menschheit traf,
stets war da irgendeiner da,
der wusste: das ist Gottes Straf´.
Den Göttern der antiken Welt,
den nordischen alter Germanen
und wer sich sonst dazu gesellt
bis zu den Geistern der Schamanen,
stand Rache – oder Strafgericht
für den, der nach Erklärung suchte,
vielleicht noch gradwegs zu Gesicht,
war´n doch die Götter auch Verruchte!
Doch leuchtete am Himmel schon
der Stern der Monotheisten.
Es fing hier an mit Echnathon,
hernach mit Offenbarungen für
Juden, Moslems, Christen.
Doch diesmal straft ein einz´ler Gott
den Mensch für sündige Taten,
stürzt in Verzweiflung ihn und Not.
Warum hat er ihn dann erschaffen?
Nachdenken hier von Nöten scheint!
Warum sollt Gott die Katastrophen senden,
wenn nachts das Menschenkind in seine Kissen weint,
warum sollt Gott dann Trost noch spenden?
Freitag, 15. Januar 2010
Unbemerkt
Der müde Schein einer Laterne
schält aus dem tiefen Dunkel ein Stück von glänzendem Asphalt.
Ein Stimmenwirrwarr, dröhnender Gesang
herüberschallt
aus dem Gebäude einer nahen, verrufenen Taverne.
Zu jenem Lichtfleck auf dem schimmernden Asphalt
kriecht mühsam aus der Dunkelheit heran
sich unter Schmerzen krümmend eine menschliche Gestalt,
es ist, sogleich wird ´s offenbar, ein schwer verletzter Mann.
Und wie er so vermeintlich rettend Licht
entgegen kriecht,
dem Wurme gleichend, der sich windet unterm Tritt,
ihm auch der letzte seines schwachen Lebenshauchs
versiegt,
den letzten Seufzer trägt ein sanfter Windhauch mit.
Und so, wie dieses Menschenkind
hilflos in Schmerz und Einsamkeit verstarb
und fröhlich feiernd die Gesellschaft in der
Nähe sich befind,
so gehen viele unter uns ohn´ Trost und Beistand
in ihr Grab.
Ist sie so unerreicht in endlos weiter Ferne,
der Lichtkreis der Laterne in der Dunkelheit
so schwach,
dass niemand merkt in der Taverne
den Hilferuf des Einsamen in seinem Weh und Ach?
schält aus dem tiefen Dunkel ein Stück von glänzendem Asphalt.
Ein Stimmenwirrwarr, dröhnender Gesang
herüberschallt
aus dem Gebäude einer nahen, verrufenen Taverne.
Zu jenem Lichtfleck auf dem schimmernden Asphalt
kriecht mühsam aus der Dunkelheit heran
sich unter Schmerzen krümmend eine menschliche Gestalt,
es ist, sogleich wird ´s offenbar, ein schwer verletzter Mann.
Und wie er so vermeintlich rettend Licht
entgegen kriecht,
dem Wurme gleichend, der sich windet unterm Tritt,
ihm auch der letzte seines schwachen Lebenshauchs
versiegt,
den letzten Seufzer trägt ein sanfter Windhauch mit.
Und so, wie dieses Menschenkind
hilflos in Schmerz und Einsamkeit verstarb
und fröhlich feiernd die Gesellschaft in der
Nähe sich befind,
so gehen viele unter uns ohn´ Trost und Beistand
in ihr Grab.
Ist sie so unerreicht in endlos weiter Ferne,
der Lichtkreis der Laterne in der Dunkelheit
so schwach,
dass niemand merkt in der Taverne
den Hilferuf des Einsamen in seinem Weh und Ach?
Donnerstag, 14. Januar 2010
Vermächtnis eines Liebenden
Wenn mich der Tod ereilt –
ich diese Welt verlassen muss,
auf der ich gern mit dir noch länger
hätt verweilt,
so nimm dies als Vermächtnis, letzten Gruß.
Mit mir vergeht auch meine große Liebe.
Das Beste, was ich je gefühlt und gab vielleicht.
Von dem ich dachte, dass es ewig bliebe
und dennoch fürchte, dass sie dir nicht
ausgereicht.
Wenn also mir der grause Tod erscheint,
so bitt ich dich – erkenne mein Bemühen
und nicht mein Abschied, meine Liebe sei beweint.
So kann die Seele ruhig in die Ewigkeit einziehen.
ich diese Welt verlassen muss,
auf der ich gern mit dir noch länger
hätt verweilt,
so nimm dies als Vermächtnis, letzten Gruß.
Mit mir vergeht auch meine große Liebe.
Das Beste, was ich je gefühlt und gab vielleicht.
Von dem ich dachte, dass es ewig bliebe
und dennoch fürchte, dass sie dir nicht
ausgereicht.
Wenn also mir der grause Tod erscheint,
so bitt ich dich – erkenne mein Bemühen
und nicht mein Abschied, meine Liebe sei beweint.
So kann die Seele ruhig in die Ewigkeit einziehen.
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