Über drei tausend Jahre ist es her,
da schickte Iolkos` König Pelias
den Neffen Janos übers Meer
aus Machtversessenheit und Hass.
Ziel war Eroberung des Goldenen Vlieses
aus jenen Fernen ohne Hoffungs-Wiederkehr.
Das Widderfell sollt ungeahnte Macht verleihen
hieß es.
Der Auftrag war voll Hinterlist, unsagbar schwer.
Das Schiff, die ARGO, war in dieser Größe nie gekannt
und des Erbauers Argos ganzer Stolz.
Kein Nagel oder Stück Metall hielten Spunt und Want,
nur Haltbarkeit und Härte bestimmten das verbaute Holz.
Fünfzig Gefährten wählte Janos aus.
Ein jeder mit besonderen Fähigkeiten.
So lief das Schiff von Iolkos zu den Abenteuern aus,
die auf der Reise in das Ungewisse galt es zu
bestreiten.
Das Unternehmen glückte durch Verrat
der Königstochter MEDEAS.
Die Helden waren unbekümmert über eine solche Tat;
aus vielen Dramen kennt man das!
Seither haben Dichter der antiken Zeit
bis hin zu neuzeitlichen Autoren,
das Thema ausgewalzt in Läng´ und Breit´,
so ging der Abenteuerstoff uns nicht verloren.
Warum erwähn´ auch ich die uralten Geschichten
aus längst entschwundenen frühen Tagen?
Ich wollte diese Abenteuer nicht berichten,
vielmehr wollt ich dazu noch etwas sagen.
Das Streben nach der unbeschränkten Macht,
dem Goldenen Vlies,
nach vielen tausend Jahren die Menschen nicht verließ.
Dies zu erlangen, sei es durch verruchte Tat,
schreckt weder Mord, Intrige noch Verrat.
Auch weit auf die Vergangenheit zurück geschaut,
so bleibt und ist der Mensch wie damals
ARGONAUT!
Montag, 25. Januar 2010
Sonntag, 24. Januar 2010
Kristallkugel
Bläulich schimmernd bricht sich Licht,
Hände wölben sich in stetiger Bewegung,
Zukunft offenbart die kalte Kugel nicht
und nur der Trug erhält die spannende Erregung.
Zu glauben, was man suggestiv als Zukunftswahrheit
nimmt,
das ist des Menschen falscher Traum und Lüge,
wenn harte Wirklichkeit erst deren Platz einnimmt,
dann wär es klug gewesen, wenn man den
Kristall zerschlüge.
Bläulich schimmernd bricht sich Licht,
Verborgenes sich niemals offen zeigt.
Die Zukunft sagt das kalte Glas uns nicht
und sinnvoll ist, dass es nur leuchtet
aber schweigt!
Hände wölben sich in stetiger Bewegung,
Zukunft offenbart die kalte Kugel nicht
und nur der Trug erhält die spannende Erregung.
Zu glauben, was man suggestiv als Zukunftswahrheit
nimmt,
das ist des Menschen falscher Traum und Lüge,
wenn harte Wirklichkeit erst deren Platz einnimmt,
dann wär es klug gewesen, wenn man den
Kristall zerschlüge.
Bläulich schimmernd bricht sich Licht,
Verborgenes sich niemals offen zeigt.
Die Zukunft sagt das kalte Glas uns nicht
und sinnvoll ist, dass es nur leuchtet
aber schweigt!
Zufällig
Blicke treffen
klirrender Kristallgläser gleich
erzeugen Schockwellen
in hohlende Körper
kribbeln in Organen
verebben sich
im schämenden Verstecken
dunkler Zufallsräume
zufallen zu Fallen
zufällig
fällig, zu gefällig.
Nichts geschieht per Zufall!
klirrender Kristallgläser gleich
erzeugen Schockwellen
in hohlende Körper
kribbeln in Organen
verebben sich
im schämenden Verstecken
dunkler Zufallsräume
zufallen zu Fallen
zufällig
fällig, zu gefällig.
Nichts geschieht per Zufall!
Samstag, 23. Januar 2010
Veränderung
Ich bin aufs Land gezogen.
Dies ergab sich eben so.
Ich habe Landluft eingesogen,
die ist genau wie anderswo.
Auch stille Landidylle
scheint nicht mehr, was sie war.
Manchmal riechts noch nach Gülle,
doch Stille macht sich rar.
Mich zog es hin aufs Land,
auch wegen seiner Leute,
die sind so offen. Ich empfand,
das war wohl gestern; nicht mehr heute.
Wie kommt diese Veränderung?
Ich kann es nur so deuten,
dass sich die Städter alt und jung
mischten mit den Dorf-Leuten!
Dies ergab sich eben so.
Ich habe Landluft eingesogen,
die ist genau wie anderswo.
Auch stille Landidylle
scheint nicht mehr, was sie war.
Manchmal riechts noch nach Gülle,
doch Stille macht sich rar.
Mich zog es hin aufs Land,
auch wegen seiner Leute,
die sind so offen. Ich empfand,
das war wohl gestern; nicht mehr heute.
Wie kommt diese Veränderung?
Ich kann es nur so deuten,
dass sich die Städter alt und jung
mischten mit den Dorf-Leuten!
Freitag, 22. Januar 2010
Politiker und seine Wirkung
„Ich habe“, fing der Politiker an,
„an meiner Arbeit sehr viel Spaß.“
Dabei hatte er noch gar nichts getan
seit er am Kabinettstisch saß.
Doch halt –nichts getan? Das wäre gelogen.
Er war für seine Wahlversprechen gewählt,
nur hat er seine Wähler eiskalt betrogen,
was in unserer Gesellschaft allerdings nicht zählt!
Nun sitzt er da, ganz lässig im TV
und die Claqueure sitzen gut verteilt,
denn diese Leute wissen ganz genau,
wann Beifall nötig ist, damit das Publikum
sich nicht langweilt.
Der Plattitüden, Floskeln, dem Blabla
der Polit-Talk-Shows längstens überdrüssig,
sitzt der genervte Wähler unbeteiligt da.
Beeindruckt ist er von dem Geist –
der allerdings ist flüssig!
„an meiner Arbeit sehr viel Spaß.“
Dabei hatte er noch gar nichts getan
seit er am Kabinettstisch saß.
Doch halt –nichts getan? Das wäre gelogen.
Er war für seine Wahlversprechen gewählt,
nur hat er seine Wähler eiskalt betrogen,
was in unserer Gesellschaft allerdings nicht zählt!
Nun sitzt er da, ganz lässig im TV
und die Claqueure sitzen gut verteilt,
denn diese Leute wissen ganz genau,
wann Beifall nötig ist, damit das Publikum
sich nicht langweilt.
Der Plattitüden, Floskeln, dem Blabla
der Polit-Talk-Shows längstens überdrüssig,
sitzt der genervte Wähler unbeteiligt da.
Beeindruckt ist er von dem Geist –
der allerdings ist flüssig!
Donnerstag, 21. Januar 2010
Das alte Haus
Irgendwo am Vorstadt-Straßenrand,
wo heute sich kein Mensch mehr niederlässt,
ein altes Haus verfallen stand,
verrottet zwar, doch standhaft fest.
Die Scheiben blind, sofern sie noch
vorhanden,
die Eingangstür bedenklich schief,
alte Gardinen, einst als Sichtschutz vorgehangen,
flattern gespenstig dort, wo jemand schlief.
Vielleicht, dass in dem alten Haus einst
Menschen glücklich waren,
es als ihr Heim, als warmes Nest gemauert
und nun nach dem Verlassen so nach vielen
Jahren
ist niemand da, der den Verfall bedauert.
Wer braucht denn schon noch so ein altes Haus?
Der Zahn der Zeit machte es zur Ruine.
Es sieht so traurig, unansehnlich aus
und es ist niemand da, dem es noch diene.
Verfallen, grau, ruinenähnlich auch
sieht auch der Mensch in seinem Alter aus
und niemand findet Nutzen, niemand hat Gebrauch
für den am Rande - wie das alte Haus.
wo heute sich kein Mensch mehr niederlässt,
ein altes Haus verfallen stand,
verrottet zwar, doch standhaft fest.
Die Scheiben blind, sofern sie noch
vorhanden,
die Eingangstür bedenklich schief,
alte Gardinen, einst als Sichtschutz vorgehangen,
flattern gespenstig dort, wo jemand schlief.
Vielleicht, dass in dem alten Haus einst
Menschen glücklich waren,
es als ihr Heim, als warmes Nest gemauert
und nun nach dem Verlassen so nach vielen
Jahren
ist niemand da, der den Verfall bedauert.
Wer braucht denn schon noch so ein altes Haus?
Der Zahn der Zeit machte es zur Ruine.
Es sieht so traurig, unansehnlich aus
und es ist niemand da, dem es noch diene.
Verfallen, grau, ruinenähnlich auch
sieht auch der Mensch in seinem Alter aus
und niemand findet Nutzen, niemand hat Gebrauch
für den am Rande - wie das alte Haus.
Mittwoch, 20. Januar 2010
Gegen die Unlust des Winters
Die Sonnenstrahlen wecken Tatendrang,
langweilig die dunklen Stunden,
Winterkälte macht mich krank.
so habe ich es jedenfalls empfunden.
Fröhlich schau ich in des Himmels Blau,
nur vereinzelt seh ich graue Wolken ziehen.
Dennoch – dieser Winter endete jetzt nicht
ich weiß´ genau
er hat der Sonne lediglich ein Stündchen nur geliehen.
Das reicht jedoch in mir die Lebensgeister
zu erwecken.
Ich seh vor meinem inneren Auge kräftig, saftig Grün,
auch wenn inzwischen Wolken wieder jenes
Blau abdecken,
so ist es doch als würd´ der Frühling bald in
mein Gemüte ziehen.
Die Lust an dem Erwachen frischen Lebens,
sie wischt hinfort die müde Agonie.
Der Schnee, das Panzereis hält sie vergebens,
sie bringt zurück der Seele Gleichgewicht
und Harmonie.
langweilig die dunklen Stunden,
Winterkälte macht mich krank.
so habe ich es jedenfalls empfunden.
Fröhlich schau ich in des Himmels Blau,
nur vereinzelt seh ich graue Wolken ziehen.
Dennoch – dieser Winter endete jetzt nicht
ich weiß´ genau
er hat der Sonne lediglich ein Stündchen nur geliehen.
Das reicht jedoch in mir die Lebensgeister
zu erwecken.
Ich seh vor meinem inneren Auge kräftig, saftig Grün,
auch wenn inzwischen Wolken wieder jenes
Blau abdecken,
so ist es doch als würd´ der Frühling bald in
mein Gemüte ziehen.
Die Lust an dem Erwachen frischen Lebens,
sie wischt hinfort die müde Agonie.
Der Schnee, das Panzereis hält sie vergebens,
sie bringt zurück der Seele Gleichgewicht
und Harmonie.
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