Mittwoch, 7. April 2010

Einsichten eines Romantikers

Glitzernde Lichter hingetupft

an den wolkenlosen Nachthimmel

die helle Mondsichel wetteifert

mit den unerreichbaren Punkten.

Aus der Sichel lässt sich ein

Sütterlin-Z formen

also zunehmend lächelt er.

Hat mich meine Mutter gelehrt-

ferner Zeiten Erinnerung.

Benenne die Sterne nicht

sie sind unendliche Zahl.

Versprach ich nicht sie dir

vom Himmel zu holen?

Hochmut leerer Versprechungen

lehre mich die Demut

           des Möglichen!

 

Montag, 5. April 2010

Ihr habt es so gewollt

Es geschah wie ihr es wolltet,

gabt eure Stimme dafür her,

weil ihr Versprechen trauen solltet,

Versprechen waren `s und nicht mehr.

 

Umsonst heißt es nicht „Glauben schenken“,

denn Glauben ist sehr wohl Geschenk.

Erfahrung lehrt: man sollt ´s beschränken,

sonst stolpert man ganz ungelenk.

 

Gewollt habt ihr ´s, geleitet vom Gewissen,

doch über das Ergebnis seid ihr nun beschämt,

die Wölfe hüten Lämmer nicht – sie haben sie gerissen.

Ihr seid bestürzt und doch zugleich gelähmt.

 

Ihr habt es so gewollt, schreit nicht Verrat,

im nach hinein hilft auch nicht klagen –

gewollt? so nicht! doch in der Tat:

ihr habt versäumt, die Lockungen zu hinterfragen!

Sonntag, 4. April 2010

Nenn mich nicht so...

Warst du es nicht, Bruder,

der mit schwerem Stein seinesgleichen

erschlug?

Warst du es nicht, Bruder,

der die Wasser Babylons mit dem Blut

deinesgleichen färbte?

Warst du es nicht, Bruder,

der grausame Tötungsmaschinen erfand

gegen deinesgleichen?

Warst du es nicht, Bruder,

der um seiner Ideologie willen

ganze Landstriche entvölkert von

deinesgleichen?

Bist du es nicht, Bruder, der im

Namen einer vermeintlich Höheren MACHT

deinesgleichen ängstigt, knechtest und

bluten lässt?

Entledige dich deines Scheins, dein wahres

Wesen ist nicht „Bruder“ – nicht Abbild

der Gottheit – also nenn mich nicht „BRUDER“!

 

 

 

Irrtum inbegriffen

Ein alt gedienter Wetterfrosch

schaut aus dem Glas, wie immer forsch.

Schielt in den Himmel kritisch dann

und kündigt schnell das Wetter an,

indem er von der Leiter steigt,

so Wind und Regen prophezeit.

Der Betrachter vor dem Glas

bleibt so daheim, weil er nicht nass

und frierend draußen wandern will.

Die Sonne scheint, der Wind bleibt still,

der Frosch kämmt seine Locken

und bleibt am Boden hocken.

Doch die, die nun daheim geblieben,

werden den Wetterfrosch nicht lieben.

Der schaut dem Dichter ins Gesicht-

sein Grinsen sagt: „du irrst zuweilen nicht?“

Donnerstag, 1. April 2010

Sangesfreude

 

 

Aus Lust am Leben sing ich wieder,

egal ob falscher Töne Klang,

die alten, mir vertrauten Lieder.

Ihr findet  ´s schrill – mir ist´s Gesang.

 

Und ist mir mal der Text entschwunden,

dann sing ich einfach trallala,

so lang bis ich ihn wieder hab gefunden.

Wen stört es -  ich find ´s wunderbar.

 

Sollt ich versinken denn in Scham?

Sollt ich der Lust abschwören?

Spielt euch nur auf wie Herr Griesgram,

ihr könnt auch Radio hören!

 

Für mich hat der Gesang Methode.

Wo Sang ist lass ich mich auch nieder.

Ist dies auch etwas aus der Mode:

böse Leute haben keine Lieder,

die singen nicht, sind auch nicht froh,

die hören einfach RADIO!

Sangesfreude

 

 

Aus Lust am Leben sing ich wieder,

egal ob falscher Töne Klang,

die alten, mir vertrauten Lieder.

Ihr findet  ´s schrill – mir ist´s Gesang.

 

Und ist mir mal der Text entschwunden,

dann sing ich einfach trallala,

so lang bis ich ihn wieder hab gefunden.

Wen stört es -  ich find ´s wunderbar.

 

Sollt ich versinken denn in Scham?

Sollt ich der Lust abschwören?

Spielt euch nur auf wie Herr Griesgram,

ihr könnt auch Radio hören!

 

Für mich hat der Gesang Methode.

Wo Sang ist lass ich mich auch nieder.

Ist dies auch etwas aus der Mode:

böse Leute haben keine Lieder,

die singen nicht, sind auch nicht froh,

die hören einfach RADIO!

Monat April

Monat April

 

Ein Schelm lugt um des Stammes Baum.

Der hat was drauf, man glaubt es kaum.

Mit Regen Wind und Sonnenschein

stellt der April sich bei uns ein.

mal scheint die Sonne strahlend hell,

dann ändert sich der Himmel schnell

und schwere Wolkenberge ragen

am Horizont und Winde jagen

auch Mutige zurück ins Haus.

Kaum sind sie drin – ist´s wieder aus.

So wetterwendisch zeigt er sich,

doch ist auch eines fürchterlich:

zum ersten Tag in dem April

veräppelt man grad wen man will.

Schaut man sich um, entdeckt man bald

die Zeitungsenten im Blätterwald!