Freitag, 19. November 2010

Pump(er)Nickel

Im Westen, im Westfalenland
ein sonderbares Brot entstand
Aus groben Korn, schwarz wie die Nacht
wurd´ dieses in die Welt gebracht.

Bei kleiner Hitze ist ´s passiert,
dass Schrot und Korn karamelisiert.
Schuld war daran des Bäckers Freund,
der eines Tags bei ihm erscheint
und bettelnd unter Tränen fleht
ihm Geld zu leihen eh´ s zu spät
und man ihn den Schuldturm steckt,
wo jeder weiß, dass man verreckt!

Der Bäcker – gutmütiger Westfale –
schwer von Geblüt überlegt zwei Male,
dann gibt er freudig von dem Geld,
das er in seinem Gürtel hält.
Es dauerte wohl ziemlich lange,
der Bäcker war besorgt und bange,
ob ´s Brot im Ofen nicht zu schwarz,
derweil der Freund floh in den Harz.

Malheur geschehen, schwarz anzusehen
waren alle Brote aus dem Ofen.
Der Bäcker suchte nun die Doofen,
die das Ergebnis noch goutieren.
Was Besseres konnt ´ ihm nicht passieren!

Er hält den Freund für einen Fickel
und murmelt: „ich pump keinen Nickel
mehr an Freunde oder Leute“.
Er hielt sich dran – und zwar bis heute!
Das Brot hingegen wie bekannt
hat PUMPERNICKEL er genannt.
Man backt ´s bis jetzt aus Pietät
als Westfalens Spezialität.

Donnerstag, 18. November 2010

Glucken?

Ein Huhn, das ganz nach eigner Wahl
Ein Ei gelegt, doch nicht im Stall,
ging gackernd seiner Wege
dacht´ nicht wie üblich an Brutpflege.

Ein Rabe, Seele wie ´s Gefieder
so schwarz, entdeckt das Ei nun wieder.
Hat ´s aufgehackt mit spitzem Schnabel
und es verspeist, ganz ohne Gabel.

Das wundert nicht – bei allen Tieren
sind mangelhaft die Tischmanieren.
Nein, was am meisten wohl empört
ist, daß das Huhn sich nicht dran stört.

Dies steht im Widerspruch zu dem,
was Mütter macht so angenehm.
Tut man sich in der Welt umgucken
schützen sie Nachwuchs doch wie Glucken?

kursbestimmt

Das Lebensschiff im weiten Meer
von Strömung und von Wind getrieben,
kannst navigieren hin und her
stets ist das Ziel verborgen dir geblieben.

Du glaubst du hältst das Steuer fest
die Handbreit Wasser unterm Kiel
Der Blick voraus nicht ahnen läßt,
ob hinterm Horizont das Ziel.

So fährt das Schifflein, Land voraus
durch Flaute, Nebel, schwere Wetter
Du stehst in deinem Ruderhaus
und wähnst dich selbst als Retter.

Bist nicht mal Eigner, alter Tor.
Der die Geschicke lenkt,
steht über dir als Navigator,
hat deinen Spielraum eingeschränkt

Dienstag, 16. November 2010

Liebesmühen

Ein Hund, der gerne einmal träumt,
hat mit ´ner Hündin sich vereint.
Ihm reicht im Traum kein saftiger Knochen,
die Frauchen konnt´ so lecker kochen ,
nein, es war die stolze Dame
mit langem Haar – echte Afghane.
Hochmütig schaute sie zurück
auf seinen treuen Dackelblick.
Allein die Dame hoch-bebeint
war Hindernis, dass sie vereint.
Vergeblich blieb so sein Bemühen
Er musst´ erfolglos Leine ziehen.
So seufzte er: welch Mißgeschick!
Die Kleinen haben oft kein Glück,
erst recht nicht bei den blonden Missen.
Er lernt, das Leben ist ...
so schön

Unerreichbar

Wäre mein Herz ein Vogel
Es flöge zu dir
*
Wäre mein Seele Feuer
Ich trüge es zu dir ,dich zu wärmen
*
Wäre mein Atem Melodie
Wie würde dein Ohr mir lauschen
*
Wäre meine Sehnsucht eine Brücke
So könnte ich zu dir schreiten
*
Nicht kann mein Herz fliegen
Meine Seele nicht wärmen
Mein Atem verhaucht
Und die Brücke der Sehnsucht trägt nicht
*
Nicht ist was wäre
Nicht wäre was ist
Mein ICH und dein DU
Sie finden sich nicht

Montag, 15. November 2010

Ist man ist unnütz?

Es war einmal ein alter Hund,
ganz klapprich und nicht mehr gesund.
Auch waren seine Zähne lose,
gab nur noch Futter aus der Dose.

Ein alter Esel grau und müde
wurd´ fortgeschickt und zwar ganz rüde.
Der Müller schlug ihn mit ´nem Knüppel
ganz unbarmherzig fast zum Krüpppel.

Die Katze hat ein Auge nur,
sie streifte einst durch Feld und Flur.
Ein Jäger schoß auf sie mit Schrot,
das ging ins Aug`, fast wär sie tot.

Auf dem Mist ganz fröhlich kräht
Ein Hahn – doch war es fast zu spät
für ihn - er grad entwischt,
sonst hätte man ihn aufgetischt.

Das sind Figuren, die bekannten
von den Bremer Stadtmusikanten.
was ist mit uns, wenn wir erst alt?
Hilft etwa Flucht vor der Anstalt?

Warum klagen?

Fällt es wie Schuppen von den Augen
denkst du vielleicht du wärst ein Fisch,
dass deine Augen nicht viel taugen:
vergaßt die Brille auf dem Tisch!
+
Was war denn gestern noch gewesen?
Ach die Erinnerung ist so schwach,
hast den Geburtstag wohl vergessen.
Nein, das Gedächtnis, welche Schmach.
+
Du bückst dich, hast ein Ziehen im Rücken
Schmerzlich hast du es erkannt
In Zukunft heißt es sich nicht bücken,
es hält die Scheiben nicht das Band.
+
So ist es mit dem Älterwerden,
es zeigt sich merklich der Verschleiß.
Doch wandelt man noch auf der Erden:
Anders herum wär ´s großer Sche...