Ein Nußbaum stand in einem Garten.
Die Äste voller Früchte schwer.
Ein Eichhorn konnt nicht länger warten
und klaute davon immer mehr.
Wird bald auch Winter, der sehr hart,
dachte es so für sich hin.
Hat seine Schätze schnell verscharrt;
als Vorratshaltung gab das Sinn.
Doch ein Gehirn so eichhorn- klein
kann vieles nicht behalten,
im Winter fiel dem Tier nicht ein,
wo ´s Nüsse hat ´s versteckt in Spalten.
Die Vorratshaltung lernt man draus
ist immer nur perfekt –
wenn man wie eine Haselmaus
noch weiß wo man ´s versteckt!
Dienstag, 23. November 2010
Bruchsteine
Die Mauern meiner Lebensfestung:
brüchig sind sie geworden,
bieten Trutz nicht, weder Freund,
noch Feind
Grüne Efeuranken zwängen sich
durch losen Mörtel des Zusammenhalts.
Wächst hier eine Hoffnung als Klammer?
Ach, zu viele Steine sind schon
durch die Vergangenheit gesprengt,
verloren, unwiederbringbar.
Noch stehe ich auf hohen Zinnen
wackligen Grundes;
es bedarf nur eines Windhauches.
Lebensfestung allzu brüchig!
brüchig sind sie geworden,
bieten Trutz nicht, weder Freund,
noch Feind
Grüne Efeuranken zwängen sich
durch losen Mörtel des Zusammenhalts.
Wächst hier eine Hoffnung als Klammer?
Ach, zu viele Steine sind schon
durch die Vergangenheit gesprengt,
verloren, unwiederbringbar.
Noch stehe ich auf hohen Zinnen
wackligen Grundes;
es bedarf nur eines Windhauches.
Lebensfestung allzu brüchig!
in mir
in mir
klingt dein lied
in mir
streichelt zärtlich deine hand
in mir
haucht dein atem meiner
seele leben ein
in mir
hat deine liebe mein herz besetzt
in mir
lebst du auch mein leben
doch sterbe ich
stirbt mit mir nur eine illusion von dir
in mir
klingt dein lied
in mir
streichelt zärtlich deine hand
in mir
haucht dein atem meiner
seele leben ein
in mir
hat deine liebe mein herz besetzt
in mir
lebst du auch mein leben
doch sterbe ich
stirbt mit mir nur eine illusion von dir
in mir
Montag, 22. November 2010
Schwarzes Schaf
Ein Schaf, das unter Seinesgleichen
Schwarz eingefärbt, wollte sich bleichen
und faßte deshalb den Beschluß
sich aufzuhellen im nahen Fluß.
Es fand diese Idee ganz toll,
sie war indes verhängnisvoll.
Entfernte sich zur Mittags- Stund
von Herde und vom Schäferhund.
Am tiefen Flusse angekommen,
hatte es ein Bad genommen.
Allein des Schafes wollige Pracht
hat ´s Wasser derart schwer gemacht,
daß es zu tief wurd´ eingetaucht.
Die Kräfte waren schnell verbraucht,
so trieb es ab – ein letztes Määä
und niemand da, der in der Näh
das Schäflein auf das Trock´ne trug
der Schäfer erst recht spät nach frug.
Zu spät – wie man sich denken kann,
und somit glaubt kein Mensch mehr dran,
daß schwarze Schafe sind zu retten:
drauf kannst du ein Vermögen wetten!
Schwarz eingefärbt, wollte sich bleichen
und faßte deshalb den Beschluß
sich aufzuhellen im nahen Fluß.
Es fand diese Idee ganz toll,
sie war indes verhängnisvoll.
Entfernte sich zur Mittags- Stund
von Herde und vom Schäferhund.
Am tiefen Flusse angekommen,
hatte es ein Bad genommen.
Allein des Schafes wollige Pracht
hat ´s Wasser derart schwer gemacht,
daß es zu tief wurd´ eingetaucht.
Die Kräfte waren schnell verbraucht,
so trieb es ab – ein letztes Määä
und niemand da, der in der Näh
das Schäflein auf das Trock´ne trug
der Schäfer erst recht spät nach frug.
Zu spät – wie man sich denken kann,
und somit glaubt kein Mensch mehr dran,
daß schwarze Schafe sind zu retten:
drauf kannst du ein Vermögen wetten!
Weltsicht und Toleranz
Die Welt mit anderen Augen sehen
Heißt wohl zunächst mal in sich gehen.
Den eignen Standpunkt revidieren
Ihn aufzugeben sich nicht genieren.
Vorurteilsfrei dem Gegenüber
Zuhören und auch nachfragen wieder,
wenn du etwas nicht verstanden,
damit Ideen nicht versanden.
Erst dann ein eignes Urteil formen
im Abgleich mit den Ethiknormen,
erst wenn das Urteil dann gefällt,
verkünden deine Sicht der Welt.
Die aber muß partout nicht allen
Mitmenschen gleichwohl gefallen.
Bezeichne ´s nicht als Ignoranz,
den Frieden prägt die Toleranz.
Heißt wohl zunächst mal in sich gehen.
Den eignen Standpunkt revidieren
Ihn aufzugeben sich nicht genieren.
Vorurteilsfrei dem Gegenüber
Zuhören und auch nachfragen wieder,
wenn du etwas nicht verstanden,
damit Ideen nicht versanden.
Erst dann ein eignes Urteil formen
im Abgleich mit den Ethiknormen,
erst wenn das Urteil dann gefällt,
verkünden deine Sicht der Welt.
Die aber muß partout nicht allen
Mitmenschen gleichwohl gefallen.
Bezeichne ´s nicht als Ignoranz,
den Frieden prägt die Toleranz.
Sonntag, 21. November 2010
Späte Freude
Erschrocken steigt die Nebelwand
an dem Novembertag empor.
Die Sonne, die sich abgewandt
bricht strahlend, unvermittelt jetzt hervor.
Verwundert recken Äste sich
vom kahl-gespent´gen Flieder,
sie finden es verwunderlich:
kommt denn der Frühling wieder?
Doch treibt der Wind schon Wolken an,
die ballen sich zur Wand,
bedecken schnell den „Strahlemann“.
November ist ´s - wie er bekannt.
Es war zu schön, um wahr zu sein.
So bleibt es wie im Leben
Es täuscht ein später Sonnenschein
wie manch vergeblich Streben.
an dem Novembertag empor.
Die Sonne, die sich abgewandt
bricht strahlend, unvermittelt jetzt hervor.
Verwundert recken Äste sich
vom kahl-gespent´gen Flieder,
sie finden es verwunderlich:
kommt denn der Frühling wieder?
Doch treibt der Wind schon Wolken an,
die ballen sich zur Wand,
bedecken schnell den „Strahlemann“.
November ist ´s - wie er bekannt.
Es war zu schön, um wahr zu sein.
So bleibt es wie im Leben
Es täuscht ein später Sonnenschein
wie manch vergeblich Streben.
Samstag, 20. November 2010
Schoßhund
Niedlich, grad von Rattengröße
Mit Kuschelfell oder auch Blöße
Stets aber auf den Arm genommen
Ist so ein Kläffer hoch willkommen
Bei feinen Damen, die ihn bloß
Kraulend halten auf dem Schoß.
Mit Keksen oder Pralines
Ihn sinnlos füttern – doch indes
Kann so ein Hündchen Schokoladen
Kaum noch verdauen, denn der Magen
Auch Milz und Leber sind lädiert
Was auch der Tierarzt kritisiert.
Empfängt man Liebe nicht im Leben
Will man dem Schoßhund jene geben.
Schoßhund und Mensch sind aber dann,
Man kann es sehen. ganz übel dran.
Der Mensch, der Zuneigung vermißt,
der Hund der sich zu Tode frißt:
wer also auf den Hund gekommen
hat einen Schoßhund sich genommen!
Mit Kuschelfell oder auch Blöße
Stets aber auf den Arm genommen
Ist so ein Kläffer hoch willkommen
Bei feinen Damen, die ihn bloß
Kraulend halten auf dem Schoß.
Mit Keksen oder Pralines
Ihn sinnlos füttern – doch indes
Kann so ein Hündchen Schokoladen
Kaum noch verdauen, denn der Magen
Auch Milz und Leber sind lädiert
Was auch der Tierarzt kritisiert.
Empfängt man Liebe nicht im Leben
Will man dem Schoßhund jene geben.
Schoßhund und Mensch sind aber dann,
Man kann es sehen. ganz übel dran.
Der Mensch, der Zuneigung vermißt,
der Hund der sich zu Tode frißt:
wer also auf den Hund gekommen
hat einen Schoßhund sich genommen!
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