Samstag, 15. September 2012

Entkommen



Asinus und Asina
sind ein tolles Eselpaar.

Auf der Autobahn A2,
gerade so an Hamm vorbei,
steht ein Auto mit ´nem Hänger
schon eine Stunde oder länger.

Ein Motorschaden. Welch ein Pech
der Fahrer schon ein Weilchen weg.
Doch was hören wir denn da...
Asinus und Asina!

Beide schreien um die Wette,
daß man sie doch endlich rette,
damit die Qualen bald vorbei.
Da kommt – oh, Glück – die Polizei.

Die Polizei wartet nicht länger,
sie öffnet die Klappe von dem Hänger.
Hinaus stürmen mit IIIAA
Asinus und Asina.

Da sie schlau und auch durchtrieben,
sind sie nicht auf der Bahn geblieben.
Brachen aus wie aufgeschreckt
im Galopp und zwar gestreckt.

Wir sehen froh, wie sie entkommen,
die, die sich ein Herz genommen.
Somit wird dem Leser klar:

Asinus und Asina
sind ein tolles Eselpaar.


Freitag, 14. September 2012

Fantasy-Literatur


Sich einer Traumwelt hinzugeben
ist offensichtlich sehr beliebt
der Langeweile im echten Leben
ist ´s , der man gern entflieht.

Auch spielt die Allmacht-Fantasie
für viele Leser eine Rolle,
weil sie im Leben eben nie
erleben, was für sie das Tolle

der Abenteuer ohne Gefahren
für Leib und Leben ihrerseits,
in Zeiten, die nicht wirklich waren,
bedingen den besonderen Reiz.

Und Stunden unserer Welt entfliehen
mit ausgedachten Superhelden
im Geist mit denen gleichzuziehen,
sich von der Wirklichkeit abmelden.

Ein Autor, der dieses erkennt,
und ein Verlag, der das erspürt,
daß mancher Leser darauf brennt
zu dem Erfolg der Bücher führt.

Mittwoch, 12. September 2012

Symbole sind Chimären

Es taugt manch Ding auch zum Symbol,
zum Beispiel so ein Regenbogen
Anfang und Ende zeigt er wohl,
wenn er am Himmel aufgezogen.

Für Gläubige ist er ein Zeichen,
daß sich ihr Gott versöhnlich stellt.
Die Hand zum Bündnis will er reichen.
Der Regenbogen verbindet Gott so mit der Welt.

Ein Ring hat Anfang nicht und Ende,
ist ein Symbol für Treue fest.
Wie man ihn drehe oder wende,
ihm ist egal ob man die Treue läßt!

Die Fahne ist Symbol des Staates,
man ehret sie mit vollem Eifer.
Ein buntes Tuch ist ´s ein apartes,
wenn sie verbrennt, ist ´s auch nur Geifer!

Symbole stehen ... nicht dafür ein
was Menschen ihnen unterschieben.
Drum muß man auch nicht böse sein,
wenn sie denn unbeachtet blieben!

Dienstag, 11. September 2012

Arbeitsweise


Ich bin mit dem Computer
an sich ganz gut vertraut,
auch wenn beim schnellen Tippen
man oft daneben haut!
Ich spreche hier von „man“ und
dabei mein ich mich,
die Technik anonymisiert ansich!

Das hochgepriesen, einzig Individuelle
gelingt mir nicht per Tastatur
Einfälle schreib ich auf die Schnelle
auf Schmierpapier mit Kuli nur.

Wenn einer mich im WEB so liest,
ist ´s digital schon aufgespießt,
serviert auf Wunsch manchmal
„well done“
wie ´s der Computer eben kann!

So kommt es nicht vom Hirn direkt,
nein, meine Finger ausgestreckt
auf einer Menge von den Tasten,
in Abschrift vom Papier sie hasten.

Montag, 10. September 2012

Vorsicht bei der Berufswahl



In der Kartause saß er gern
zu Koblenz an dem Rhein.
Er darbte, dankte seinem Herrn
und fühlt sich wohl allein.

Nur nachts, da fühlt er sich bedrückt
von einem prallen Busen.
Der Teufel Fantasien schickt,
da bleibt es nicht beim Schmusen!

Er hat sich täglich dannn kasteit,
bat ständig um Vergebung.
Das hat nie von der Sünd´ befreit,
es führte höchstens zur Belebung.

Mich dauert dieser Eremit,
man hat ihn nicht gewarnt;
heut´ teilt die Berufsberatung mit,
was man im voraus nicht erahnt.

Frage im Vertrauen


Die Muse hat mich oft geküßt.
Ich sah zuweilen darin Sinn.
Doch heute frag ich, ob sie wüßt
wie alt ich eigentlich schon bin?

Erato sprach: Mein Dichterkind
ich hätt´ auch längst schon Falten.
Ich spritz mir Botox und so sind
sie weg und ich bleib gut erhalten.

Ich küß dich gern mein Dichterlein
auch weil du mich noch brauchst.
Nur auf den Mund nicht mehr, mag sein,
weil du doch Pfeife rauchst!


Sonntag, 9. September 2012

Ausgleich



Auch Tage sich zu Ende neigen,
die voller Freude, Lust Gesang,
an denen der Himmel voller Geigen
die Welt mit fröhlich süßem Klang.

Die traurigen Tage stehen schon
bereit vor unsern Türen.
Mit ihrer Trauer sie bedrohen
die Lust am Leben zu verführen,

der schönen Welt abhold zu sein,
das Haupt gesenkt zu lamentieren.
Auch davon wird das Schicksal uns befreien,
der Ausgleich irgendwann passieren!