Dienstag, 5. März 2013
Eng verknüpft
Schnell dreht der Globus sich mit wildem, bunten Leben
täglich bewacht, erleuchtet und bestraft von seinem Heimatstern.
Im Rhythmus wird es Dunkelheit und Schatten geben
Krieg , Leid und Tod – mal näher und mal fern.
Die Kugel dreht und rollt wie beim Roulette
fällt, sich verhaltend, in ein Schicksalsfach.
Was helfe es, wenn man die falsche Zahl und Farbe
gesetzet hätt´-
es trifft wen ´s trifft, den Einzelnen, die Völker in den Ländern.
Die Erde kreist um ihren Stern, der wird daran nichts ändern.
Die Ahnungsvolle
Auf dem Fensterbrett sitzt eine Ringeltaube,
schaut interessiert was ich gerade tippe.
Der scheue Vogel hat auf jeder Feder doch ein Auge,
der Jäger weiß das – also nimmt sie mich wohl auf die Schippe!
Ich blicke auf – sie sieht mich an,
ein Vorwurf liegt in ihrem Blick,
ich freue mich, daß sie nicht lesen kann
und schaue ebenso erwartungsvoll zurück.
Beleidigt dreht sie ab – fliegt in den Garten,
läßt sich auf dem Wacholder nieder.
sie wollte nicht das Ende vom Gedicht abwarten:
es handelt – sie hat ´s erkannt vom Jagen wieder!
Montag, 4. März 2013
Hätte ich nur geschwiegen
Hans Huckebein, der Unglücksrabe*,
das Strickzeug einst sein Schicksal war.
Ich hingegen hab die Gabe
es gleich zu tun mit Wortwirrwar.
Wohlgemeinte Kommentare
rutschten in Satire ab.
somit, was ich immer sage,
ätzend wirkt, dies nicht zu knapp.
Doch weil mich mein Ego drängt
mir ein schlechter Ruf anhängt.
Huckebein - ein treffend Name,
denn den Hans , den hab ich schon
wortgefesselt ich erlahme,
die Mißachtung ist mein Lohn.
*sh. Hans Huckebein der Unglücksrabe
von w. Busch
Fehlerhaft
Ich bin der König aller Fehler.
Inzwischen weiß es wohl ein Jeder.
Mal groß, mal klein, Buchstabendreher
ich bin ein echter rechtschreib Verdreher.
Ganz schnell getippt und ruckizuck
weg damit per Tastendruck.
Nicht durchgelesen – Zeitverschwendung.
sie kommt auch so an, meine Sendung,
zu den Empfängern – digital.
Die fragen hin und wieder mal:
Liest er denn niemals, was er schreibt,
zumal ´s im Netz fast ewig bleibt?
Man sieht ´s mir an...bin nicht perfekt,
weil Fehlerhaftes in mir steckt.
Verbessert, was ihr meint zu bessern,
seid freundlich ohne zu beckmessern.
So lieb ich meine Leserschaft.
Es gibt mir immer wieder Kraft,
wenn jemand schreibt: Dein Werk- vergiß es
doch deine Fehler haben was Gewisses!
Samstag, 2. März 2013
dumm?
Ich liebe jene hochgeistigen Anflüge
von Gedichten mit
wortschwellender Bedeutung
jene kryptischen Ausflüge
Bewußtseins erweitender Erkenntnisse
farbintensiv dargeboten
in einem goldenen Rahmen
in formgepresster Abgehacktheit
schrieb
für dich
also verstehe*
*Mein armes Hirn versteht leider nicht...
doch ich liebe es trotzdem, wirklich dumm!
Freitag, 1. März 2013
Trauernde Kreatur
Ein Fuchs, von dem Geruch verführt,
sein Glück im Eier-Hof probiert.
dort sitzen tausende von Hennen,
die sich nicht mal bewegen können.
Dem Fuchs kullern die Mitleidstränen
und er beginnt sich fremdzuschämen,
für Zweibeiner, die unseriös
noch vorgeben sie seien religiös!
Der Fuchs, den dieses Elend dauert,
um solche Tierschicksale trauert.
Er leidet lieber Hungersnot
als Mensch zu sein - auch ohne Gott!
Auch der Liebe wegen...
Auch der Liebe wegen...
Im Reagenzglas der Gefühle
vereint sind Bio-Moleküle.
Sie liegen dort ganz dicht bei dicht,
ungeeignet für ein Gedicht,
das die Gefühlswelt gern beschreibt.
Es ist, als ob nichts übrig bleibt
von Liebe, Zorn und Leidenschaft,
weil sich was klumpt, zusammen rafft
und je nachdem was katalytisch
sich hinbewegt und nicht atypisch.
Folgt man den Forschern, Biologen,
wird um Gefühle man betrogen!
Der Hauspoet hingegen spricht:
„Die Analyse will ich nicht,
will hassen, zornig mich erheben
auch trauern – schon der Liebe wegen!“
Im Reagenzglas der Gefühle
vereint sind Bio-Moleküle.
Sie liegen dort ganz dicht bei dicht,
ungeeignet für ein Gedicht,
das die Gefühlswelt gern beschreibt.
Es ist, als ob nichts übrig bleibt
von Liebe, Zorn und Leidenschaft,
weil sich was klumpt, zusammen rafft
und je nachdem was katalytisch
sich hinbewegt und nicht atypisch.
Folgt man den Forschern, Biologen,
wird um Gefühle man betrogen!
Der Hauspoet hingegen spricht:
„Die Analyse will ich nicht,
will hassen, zornig mich erheben
auch trauern – schon der Liebe wegen!“
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