Freitag, 8. März 2013

War wohl noch ein bißchen nackt...


Frühlingsfarben, Düfte wehen,
doch schon wieder ist ´s geschehen,
Winter ist zurück gekehrt,
Frühling hat sich nicht gewehrt.

In der Kälte frost´ger Nacht
wurden Blüten umgebracht,
matschig, traurig unansehnlich
schmucklos zeigen Beete sich.

Frühling wird gern dargestellt
nackt als wie ein junger Held.
Hätte er sich angezogen
wär´ er nicht so schnell verflogen.

Hoffnung aber weiter bleibt:
neu geschneidert wird sein Kleid,
farbig nicht mehr so dezent.
Frühling - so wie man ihn kennt!

Donnerstag, 7. März 2013

Totila...immer wieder


Präambel
Man witzelt über geilen Hecht
vom Kronleuchter, der zwar nicht schlecht
und auch der Sexpartnerin gefiel,
doch er verfehlte auch sein Ziel.

Was physiologisch uns nicht wundert:
die Sensation wär ´s im Jahrhundert.
Auch in dem Tierreich wird gesprungen,
sonst kriegen Tiere keine Jungen!

TOTILA
Auch Totila, der Wunderhengst,
der Samenspender, der schon längst
zur Zucht bereit und ausgewählt,
man häufig mit dem Deckakt quält.

Auf einer Stute, die aus Holz
versenkt mit Schwung er seinen „Stolz“.
Diesmal war der Sprung sehr kräftig.
Er schlägt sein Knie an – und zwar heftig!

Verletzt sind Knie und auch der Stolz,
man schläft nicht bei mit ´nem Stück Holz.
Will man Natur ein Schnippchen schlagen
darf über Pannen man nicht klagen!




Mittwoch, 6. März 2013

Frauenverächter


Ein Heuchler und auch Frauverächter
fühlt sich auch als ein Tugendwächter
als er auf Hamburgs Reeperbahn
traf manche leichte „Dame“ an.

Er schaute jedoch gerne hin,
denn sie verwirrten seinen Sinn.
Die Unmoral nur zu studieren,
begann er diese zu probieren.

Dies alles nur der Studien wegen
hat er sich dabei durchgelegen.
Kein Mann, so kam er zu dem Schluß,
sich diesen Streß antuen muß.

Fazit:
Und er beschloß: „Ich wandere
von einem Ufer an das andere!“
Bevor ´s bei uns zur Pflicht wohl wird
hat er sich frühzeitig bekehrt.

Un(d)wi(e)der-steh(l)ich


Ein Mann, der als Galan sich fühlt,
ganz aufgesetzt und unterkühlt,
will mit der Masche es probieren,
um hübsche Frauen zu verführen.

Er hat kein Glück bei reifen Frauen,
die ihn auf Anhieb schon durchschauen.
Auch Mädchen, die ihm dümmlich scheinen,
verzichten gerne auf den einen,

unwiderstehlichen Galan,
der nicht mal richtig flirten kann.
Der zieht beleidigt sich zurück
und sucht beim „PLAYBOY“ schales Glück.

Endgültig


Ängstlich klammert menschlich Leben
sich an einen Hoffnungsstrahl,
will sich nicht zufrieden geben,
daß man lebt ein einzig´ Mal.

Legt die Hoffnung in ein Jenseits
auf ein freudig Wiedersehen,
macht das Sterben so bereits
ohne Ängste wieder schön.

Nur der Mensch hat Fantasie
Unausweichliches zu schönen.
Auferstand´ne sah man nie,
die uns mit dem Tod versöhnen.

Einfach scheußlich



Es schlüpft ein Küken aus dem Ei.
Endlich, endlich ist es frei.
Als Legehenne wird ´s im Leben
nur engste Gitterstäbe geben!

Ein Hähnchenküken – aussortiert -
wird übers Laufband zugeführt
dem Schredder, der es nun zerhechselt,
damit man `s später nicht verwechselt.

Ob Hahn, ob Huhn, wer will ´s schon wissen
Geflügel-Leben ist beschissen!
Mehr weiß ich auch darüber nicht
und darum endet das Gedicht.

Dienstag, 5. März 2013

In der Zeit gefangen


Mit der Zeit sind sie gegangen, Jugend, Unbekümmertheit,
doch man lernt durch Älterwerden auch ein Stück Bescheidenheit.
Erfahrungen habe ich schmerzlich teils gewonnen
Luftiküsse angehaucht, sind plötzlich wolkenfern zerronnen
übrig in dem Drum-Herum blieb mir noch von alledem
Teilhabe an einem Leben,welches trotzdem sehr bequem.
Klage nicht, was ich erlebt, sondern was ich hab´ verpaßt,
welche Leidenschaft vorbeiging und ich mich dafür gehaßt.
Tugend, bitteres Verzichten, das erschien mir einstmals recht.
Heute kann ich ´s nicht mehr richten, wäre ich auch gern mal schlecht!