Dienstag, 12. März 2013

Spiele



„ich spiel mit dir,“ so sagt die Katze
zur Maus. Und mit der linken Tatze,
wobei die Krallen eingezogen,
schiebt sie die Maus im großen Bogen
recht flink wieder zu sich heran.
Das Mäuschen nicht mehr fliehen kann.

So geht es hin, so geht es her.
Das Herz der Maus – es klopfet sehr.
Sie ahnt, wie dieses Spiel wohl endet
und quietschend Hilferufe sendet.
Allein die Katz´ hat keine Eile,
hingegen hat sie Langeweile,
bis man beim Spiel sie überraschte
und schnell das Mäuschen noch vernaschte.

So wie die Katz im Spielbetrieb,
erteilt das Schicksal manchen Hieb
ganz überraschend und mit Wucht
auch dem, der nicht das Spiel gesucht!

Montag, 11. März 2013

Schmerzlich



Ach, wie bin ich doch beschränkt,
mein Horizont ist eingeengt.
Meine Sicht so unverbindlich,
ich gestehe auch noch kindlich.

Jeder weiß sich zu verbessern,
ich lebe in luft´gen Schlössern
in denen alles rosa scheint
und im Dummsein sich vereint

Draußen aber schäumt das Leben
und ich würde viel drum geben
könnt der Dummheit ich entfliehen
um mit anderen gleichzuziehen.

Ach, wie bin ich doch beschränkt
und ich fühle mich gekränkt,
wenn die Klugen und Gescheiten
für mich unverständlich streiten!

Sichtweisen oder anders herum


Die Meise ist ein nettes Tier,
schön bunt und wirklich niedlich.
Am Futterknödel sitzt sie hier
und scheint besonders friedlich.

Im Sommer aber sie erschreckt
scharf-schnäbelig geschickt
so manches schädliche Insekt
das aufgespürt und weggepickt.

„Schön anzusehen und friedlich?“
beschweren sich die Insekten.
„Das sehen wir ganz unterschiedlich!“
Worauf sie sich versteckten.

Wir haben es uns redlich verdient


Begreif nicht, was wir Menschen treiben,
wir dienen nicht der Schöpfung Zier.
Das Buch der Bücher konnt´ man schreiben,
doch handeln gegenteilig wir.

So ist vergeblich das Bemühen
Respekt und Anstand einzufordern.
Was wir an Häßlichem uns ziehen,
kann frei man in der Hölle ordern.

„Seht her,“ so schreit ´s die Menschheit raus,
„der Teufel kann ´s nicht besser machen!“
Der Spendet voller Neid Applaus
und krümmt sich schadenfroh vor Lachen.

Sonntag, 10. März 2013

Darf ´s auch mal politisch sein?


Brüderle, komm tanz mit mir
doch die Hände halt bei dir
einmal quer und ein mal hin,
schau was in dem Dirndl drin.

Brüderle du alter Hecht
benimmst dich wieder mal sehr schlecht
haust mit der Politattacke
ganz gehörig auf die Kacke!

Brüderle und F D P,
das Gespann tut wirklich weh.
Was das Volk euch jetzt vergönnt
sind so drei bis vier Prozent!

Samstag, 9. März 2013

Herbe Einsicht



Meine Gedanken erstarren
wie im Schwarzen Loch gefangen
gibt Bewegung nicht nur elendig Verharren
frei sein, Freiheit heißt ´s Verlangen.

Enge ist ´s in Selbsterfahrung,
Tore, die verschlossen bleiben
hindern Zufuhr geistiger Nahrung
muß mit Grenzen mich bescheiden.

Gedanken, die sich nicht befreien:
„leide“, rufen sie mir zu,
„ordne ein dich in die Reihen
der Massen, Durchschnitt so wie du!“

Freitag, 8. März 2013

Doppeldeutig


Die Viper, die ein Mäuslein schluckt,
das, da ´s lebendig ist, noch zuckt,
wird ebenfalls nun attackiert
von einer Maus – die auch verliert.

Tapfer die Maus, die helfen wollte
und dies mit ihrem Leben zollte!
Wer einer Schlange aufgesessen,
der kann sein Leben schnell vergessen!