Freitag, 15. März 2013

Auch nur ein Mensch


Ich seh mit wachsendem Verdruß
was ist und was nicht sein muß!
Die Menschheit immer mehr verroht,
ein Klima, das zu kippen droht,
Politiker, die viel zu träge
als wenn dies an den Wählern läge
und Völker, die sich drin ereifern
sich gegenseitig anzugeifern
um Öl und Erdenschätze streiten,
sich schon die Hölle hier bereiten.
Religionen, die nicht tolerant
der Mensch mit Kleinhirn als Verstand.
#
Ich würde mich so gern empören
doch will ich a u c h dazu gehören.
Erfahr das Rufen: ecce homo*
und habe Anteil am pro domo**

*welch ein Mensch
**wörtlich für das Haus (gemeint ist: zugehörig)

Donnerstag, 14. März 2013

Endlos


Das Meer der Hobby-Dichter,
endlos, uferfern.
Schwappt als Tsunamiwelle
über die digitalen Medien hinweg
spült rauschend immer Wiederkehrendes
durch das Netz weitmaschigen Verzeihens.
Ich mittendrin
nicht oben auf eher am Grunde
im Grunde als Bodensatz
also grundsätzlich –
mitschwimmen ja aber nicht an
der Oberfläche
befindet sich dort Oberflächliches?
Sonnenbeschienendes Glitzern
verspricht Verheißung
Aufstieg zu den tollen Hobbyisten
Tiefenrausch läßt Orientierung nicht zu
Rauschen in den Ohren ist also
kein Beifall –
Aut – o(h)ren eben

Mittwoch, 13. März 2013

Vogeluhr


Die Lerche nicht, die auf der Flur
als erste singt,
die Vogeluhr
bereits um 4Uhr morgens klingt.

Der Gartenrotschwanz dann Rotkehlchen,
man sieht sie selten, also wenig,
die Vöglein mit den roten Seelchen,
es folgen Amsel und Zaunkönig.

Sieh da, denn Kuckuck und Kohlmeise
der Zilpzalp folgt, sodann der Fink
beginnen ihre Morgenweise,
ganz spät und faul der Haussperling!


Wir sollten es bedenken


Präambel
Auch wenn wir bei Tiergeschichten
über unsere Tiere dichten
oder schreiben... nicht real
Märchen sind ´s : Es war einmal!
*
Was manche in den Tieren sehen,
nichts natürlich, dennoch schön.
Hüte sich wer Tiere hält
vor Vermenschlichung der Welt,
die den Tieren zugedacht.
Kein Tier wirklich liebt noch lacht!

Dafür bleibt uns die Satire:
wir vermenschlichen die Tiere,
fabulieren und ergötzen,
doch sehen wir uns selbst,
dies manchmal mit Entsetzen.

*unseren wundervollen Dichtern Margrit und Ingo gewidmet!

Laßt den Frühling in Ruhe



Es ist wie Marienkäfer-Plage
-einzeln niedlich anzusehen –
doch die überbordend Frage:
„Kommt jetzt Frühling?“
Gar nicht schön!

Unersättlich kriechen hier
„Frühlinge“ aus Poeten-Hirn
über unschuldiges Papier.
Dichter-Gedanken, die verwirr´n

Glaubt man wirklich Internettes
durch den Frühling aufzupeppen?
Gefühle von Gabies, Heidis, auchBabettes
zu erwecken, daß sie rappen?

Ich als selbsternannter Dichter
glaube der Romantik nicht.
Und aus meinem Herzen spricht er:
„Frühlingsruhe, das ist Pflicht“!


Dienstag, 12. März 2013

Der andere Frühling


Was ist die Magie des Frühlings,
frage ich mich neuerdings.
Ist ´s Erwachen neuen Lebens
nach der Hoffnung, als vergebens
Wintertod das Dasein endet,
den Naturkreislauf vollendet?

Neuerung nach all dem Sterben
Frühling, lachend, der als Erben
sich in seine Bänder schlang,
was doch nur nachTrauer klang.
Zwiegespalten mein Gemüt,
wenn der Frühling heut´ einzieht!

Zähne zeigen


Als Baby man mit Schmerzen zahnt,
der Milchzahn seinen Weg sich bahnt,
die anderen folgen bis man sechs,
dann kommt die Zahnfee oder Hex,
die zieht sie aus und in die Lücken
drängen andere uns zum Entzücken
verbleiben die, so zweiunddreißig.
man putzt sie täglich und auch fleißig.
Wenn nicht, wird mancher Zahn marode.
Es unterliegt dann auch der Mode
ob mit Keramik oder Gold
er repariert wird - wie ihrs wollt.

Der Zahnarzt ist zwar nicht gefragt,
es bleibt egal ob ihr verzagt,
doch Schmerzen rauben dann den Sinn,
gebohrt wird, trotzdem geht man hin.
Ob Füllung oder Zahnersatz
für den Dentist bleibt er ein Schatz
dein Mund – denn jeder kranke Zahn
füllt so des Zahnarzts Konto an.
Sogar, wenn alle Zähne schlimmer
gilt ´s raus damit – hast keinen Schimmer
was die Erneuerung vom Gebiß
ist kostenträchtig und Beschiß
Derart auf den Zahn gefühlt,
den Ärger man hinunter spült.