Samstag, 5. Oktober 2013
Gute Reise*
Ein Nashorn aus Namibia,
das wollte nach Amerika,
verläßt darauf sein Reservat
weil zuviel Übermut es hat.
Es kam nicht weit, weil Wilderer
waren hinter seinem Horne her.
Sie schossen ´s ab weil sich ´s ergab
und sägten ihm sein Nashorn ab.
Und auf dem Schwarzmarkt bei Chinesen
ist dies nur kurze Zeit gewesen.
Zerstampft, zermahlen , gut verwahrt
in Frisco es auf Käufer harrt,
die eigener Potenz beraubt,
weil man an Wundermittel glaubt.
Zahlt dafür auch ´ne Menge Geld,
denn Blödheit ist ein Teil der Welt.
Vom Pferdehuf ein bißchen Späne,
tät`s auch, weshalb ich es erwähne:
am Bildungsniveau mangelt es,
der Käufer aber glaubt ´s. Indes
voll Stolz berichtet Freunden er,
daß dies das Horn von Afrika wär.
Der Stolz Amerikas geht baden,
weil manche diesem Lande schaden.
Im Tod geht ´s Nashorn auf die Reise,
ein Teil zwar nur, doch ist dies weise!
Amerika im Indian Summer,
ist heut ein Zerrbild und ein Jammer!
* geschrieben nicht nur für Tiergeschichten
Freitag, 4. Oktober 2013
Großstadt
Großstadt
Straßenschluchten, durch die sich Autos zwängen,
Gewusel lärmend auf den engen
Fußwegen Massen sich bewegen
schlendernd hemmend oder hastend eben.
Jeder nur sich selbst beachtet
und vom Hochhaus aus betrachtet,
Scheinwelt klein, bedeutungslos,
Spielfiguren scheinen ´s bloß.
Vor den großen Schauauslagen
stehen Menschen, die sich plagen,
überlegen ob ihr Geld
der Versuchung Stand noch hält.
Musikanten, Bettler, Hunde
wild durchmischt zu dieser Stunde,
Leute so wie du und ich
im Massenauflauf fürchterlich.
Aus den U-Bahnschächten quellen
Menschen, die mit großen schnellen
Schritten sich im Strudel mischen.
Vor Cafés an Bistro-Tischen
sieht man einige, die nur schauen
mal amüsiert, mal mit Mißtrauen.
Vielfalt heißt der Großstadt Reiz:
Protz und Armut andererseits.
Straßenschluchten, durch die sich Autos zwängen,
Gewusel lärmend auf den engen
Fußwegen Massen sich bewegen
schlendernd hemmend oder hastend eben.
Jeder nur sich selbst beachtet
und vom Hochhaus aus betrachtet,
Scheinwelt klein, bedeutungslos,
Spielfiguren scheinen ´s bloß.
Vor den großen Schauauslagen
stehen Menschen, die sich plagen,
überlegen ob ihr Geld
der Versuchung Stand noch hält.
Musikanten, Bettler, Hunde
wild durchmischt zu dieser Stunde,
Leute so wie du und ich
im Massenauflauf fürchterlich.
Aus den U-Bahnschächten quellen
Menschen, die mit großen schnellen
Schritten sich im Strudel mischen.
Vor Cafés an Bistro-Tischen
sieht man einige, die nur schauen
mal amüsiert, mal mit Mißtrauen.
Vielfalt heißt der Großstadt Reiz:
Protz und Armut andererseits.
Micky- Mouse Fiktion
Die Mixky-Mouse gibt es nicht wirklich,
denn sie ist nicht von dieser Welt.
Weshalb ´ne echte Mäusedame
auch nichts von diesem Quäker hält.
Die Welt der Mäusedamen ist
vielmehr dem Echten zugetan,
drum schleppt man lieber Korn
und Speck und leckeren Käse
für sich an.
Das wissen auch die Mäuseriche,
die tollkühn an den Fallen zerren,
um den Herzdamen darzureichen,
wonach die Schönen immer plärren.
Allein dem Kirchenmäuserich
sprech ich hier das Bedauern aus,
es gibt dort Speck und Käse nicht,
der Pfarrer säuft den Meßwein aus!
Oktoberfeste
Was für eine verzerrende Kopie
Dirndl, Lederhosen, Brezen und Radi,
landauf, landab sogar im Pott
setzt man sich aus dem Bayern-Spott!
Oktoberfeste gilt ´s zu feiern,
wie ´s wilde Bergvolk tief in Bayern.
Der eigenen Kultur, der schnöden,
kehrt man den Rücken zu verblöden.
Das Moaß – auch hier nicht voll geschenkt,
vom Holz vor ´d´Hütten abgelenkt,
im Takt der lauten Blasmusi –
geknutscht im Suff mit dem Schpusi,
bis früh am Morgen ist ´s vorbei.
danach gibt ´s noch ´ne Keilerei.
Der Maßkrug und die blut´ge Birne
sind die Trophäen verirrten Hirne.
Oktoberfeste sind halt Lust,
vertreiben sie den Alltagsfrust
so sieht man neuerdings in Scharen
bei uns krachlederne Bajuvaren!
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Lieblinge (nicht nur für Tiergeschichten gedacht)
Der Esel ist mein Haustierliebling,
der Fuchs auf freier Heimatflur.
Der Fuchs weil er so schlau und flink.
Der Esel weil ich auch so stur,
Es prägen so die Eigenheiten
der Tiere jene vom Betrachter,
dies wird er vehement bestreiten,
doch insgeheim – da lacht er!
So schreibt er denn als wie ein Muß
und innerer Verbundenheit
von Asina und Asinus*
von Reineke im Krähenstreit*.
Für mich wird Tierwelt zum Begreifen
wenn Worte Ausdruck ihr verleihen,
Verhalten Menschliches oft streifen
an dem wir uns unbändig freuen!
Wir sind nun einmal Wirbeltiere,
zwar die von ganz besonderer Art,
vernunftbegabt, wenn ich nicht irre,
was leider man vergessen hat.
*sh. dazu meine entsprechenden Gedichte
Wie schade
Dröhnend und rauschend
schäumend wild
wie ein Wasserfall
stürzt sich die Liebe
in einen glasklaren Gefühlssee
sprüht erfrischende Tröpfchen
Glückseligkeit
die im Sonnenlicht heitere
fröhliche Regenbogenfarben
vorspiegeln
am klaren Seerand
glänzt das Umfeld wie
glatt geschliffene Kiesel
alles bunt - alles
Nicht ewig jedoch -
im Winter der Liebe
erstarrt der Wasserfall
zu grotesken Erinnerungs-
bildern – schön doch ohne
rauschen und toben
zugefroren der See der Gefühle
Freudensonne versteckt sich
hinter den Wolken
grauen Stirnrunzelns
Leidenschaft wird zu
gefrorenen Erinnerungen.
Dienstag, 1. Oktober 2013
Kultureiszeit
„Sie können alles gleich verwerfen,
von dem, was Sie geschrieben haben.
Sie gehen uns nur auf die Nerven –
Ihre Texte - zum Erbarmen!“
Oft endet hier im Ansatz schon
der Weg für hoffende Autoren,
die ohne irgend welchen Lohn
im Jetzt und Zukünftigen verloren.
Der Lektor ist ein strenger Herr
und nichts entgeht den Argusaugen,
bei Prominenten ist er eher leger
auch wenn die Manuskripte gar nicht taugen.
Da wird verlegt – wohl aus Verlegenheit
der größte Mist aus irgendeinem Promi-Leben.
Man öffnet hier die Schleusen weit
und im TV wird ´s Sendezeiten geben.
Kultureiszeit – so würde ich es nennen –
die Lyrik eingefroren ohne Namen.
Man muß nur Einflußreiche kennen
ansonsten Autor grab die Hoffnung
ein mit einem AMEN.
von dem, was Sie geschrieben haben.
Sie gehen uns nur auf die Nerven –
Ihre Texte - zum Erbarmen!“
Oft endet hier im Ansatz schon
der Weg für hoffende Autoren,
die ohne irgend welchen Lohn
im Jetzt und Zukünftigen verloren.
Der Lektor ist ein strenger Herr
und nichts entgeht den Argusaugen,
bei Prominenten ist er eher leger
auch wenn die Manuskripte gar nicht taugen.
Da wird verlegt – wohl aus Verlegenheit
der größte Mist aus irgendeinem Promi-Leben.
Man öffnet hier die Schleusen weit
und im TV wird ´s Sendezeiten geben.
Kultureiszeit – so würde ich es nennen –
die Lyrik eingefroren ohne Namen.
Man muß nur Einflußreiche kennen
ansonsten Autor grab die Hoffnung
ein mit einem AMEN.
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