Montag, 4. August 2014

Einfach nur so


Da steht er plötzlich vor
deiner Tür
ohne zu schellen, ohne zu pochen.
Gab gar kein Anzeichen vorher dafür,
doch du erkennst ihn an Sense und
Knochen.

Gevatter Hein – die Sense gedengelt,
grinst aus fleischlosem Kiefer:
„ Hier wird nicht gequengelt!“
Das Herz in der Hose, vielleicht auch tiefer.

„Los ohne zu zögern, ohne Schritt marsch!“
So endet das Leben irgendwann, irgendwo:
und sofort erkennst du, du bist im A...
einfach nur so!

Abwarten


In Dschungeln Yukatans,
im Hochland von Peru
da wachsen Zeugnisse von
Hochkulturen zu.

Die Pflanzenwelt erobert
Stück für Stück
das, was einst aufgegeben
überwuchernd nun zurück

Was Menschen unter unsäglichen
Strapazen schafften,
Lianen und der Urwald wieder
an sich rafften.

Wie wird es wohl in tausend
Jahren sein?
Trifft auch bei uns nach der
Zerstörung dies Szenario ein?

Da wir es nicht erleben
dürfen wir ´s erraten.
Natur lehrt uns geduldig
abzuwarten!

Sonntag, 3. August 2014

Scheitern

Es scheitern so manche Gedanken
weil sie nicht zu Ende gedacht
verirren sich wie Menschen im
Wald zur finst´ren Nacht.
Zerfasern und zersplittern
in den Synapsenbahnen
der Ursprung des Gedankens
läßt sich nicht mehr erahnen.
Im Streben nach Vollendung
verzweigen sich die Wege
zerstoben die Gedankensplitter
kommen sich ins Gehege.
Ein Knäuel entsteht,
das niemals sich entwirren kann.
Gefangen in sich selbst,
fängt man von vorne an.
Verdeckt ist längst
die klare Sicht
zudem die Peinlichkeit dabei
man merkt es selber häufig nicht.
Das Scheitern ist Gefangenschaft
des Geistes
„So spielt das Schicksal eben!“
heißt es.

Samstag, 2. August 2014

Schwieriger Fall



Das Ich...wie kann es mit dem Du verschmelzen
wenn dir der Abstand statt der Nähe angenehmer
und die Distanz für dich bequemer
als gemeinsame Probleme wälzen!

Wie gerne käme ich mit dir doch überein
zumal die Liebe mich zu dir getrieben
doch einsam bleibt mein innig Lieben
Gemeinsamkeit gibt `s nur zu zweien.

So nehm´ ich Abschied von dem Traum
wenngleich die unstillbare Sehnsucht drückt.
Dich zu gewinnen ist mir nicht geglückt,
statt Nähe nun vergrößerst du den Zwischenraum.

Freitag, 1. August 2014

Steinger Acker





Mühsam den Acker zu bestellen,
wenn der Pflug auf Steine stößt
hoch gekommen an den Stellen,
von wo sie sich nicht losgelöst.

In der Vergangenheit heran getragen,
Kiesel: Kalkstein auch Granit
von Eis und Flut in tausend Jahren
nahm die Natur sie einfach mit.

Auch auf den Friedensacker
wird ständig nur Geröll hernieder gehen
Hohn denen, die für Ausgleich wacker
für friedfertiges Zusammenleben stehen!


So wird aus Steinen niemals Brot,
nur Unkraut wird auf dem Geröll gedeihen.
Der Mensch – ein Sisyphos in Not,
kann er den Störern noch verzeihen?

Wer sich nicht duckt...

(für tiergeschten.de)

Ein Tiertransport mit zwei Giraffen.
Offener Anhänger, wie soll man das schaffen,
die Fahrt durch die Stadt mit
niedrigen Brücken,
erwartet man, daß die Tiere sich bücken?
Wie dämlich kann ein Mensch nur sein!
Na, klar, der zöge den Kopf wohl ein,
um Hindernissen auszuweichen.
doch wie erkennen? Giraffen reichen
mit ihren Hälsen doch hoch hinaus.
schon ist es passiert. Sieht böse aus:
Köpfe, die gegen die Brücke knallen!
Knallköpfe die, denen der Transport eingefallen*

*es gibt eine Anzeige des Tierschutzvereins in Südafrika,
hilft den Giraffen allerdings wenig!

Fleisch geworden


Gestern noch Liebe im Herzen und Lachen,
zerstückelt, zerfetzt nun in blutigen Lachen.
Opfer, weil jegliche Ethik verdorben
Menschen - einfach nur Fleisch geworden.

Gestern noch fröhlich auf Mutters Armen,
doch Granaten töten ohne Erbarmen.
Wie groß die Verderbtheit aus Machtgier geworden!
Kinderleichen - Fleisch, das bald auch verdorben.

Man klagt am Gerichtshof für zivile Rechte
Gegen Politiker? Nein, weil die Bande ´s nicht möchte!
Wie immer wird für fremde Macht gestorben.
Oh, Menschheit mit Seele u n d Fleisch verdorben!