Mittwoch, 8. Juli 2015

Wetterwendisch



Der Wandel ist des Wetters Pflicht,
doch das gefällt zuweilen nicht!
Mal ist es unerträglich heiß,
es schmilzt das Hirn, es rinnt der Schweiß,
mal gießt ´s in Strömen und es stürmt
aus Wolken, die sich aufgetürmt.
Zuweilen blitzt, donnerts, es hagelt
und Sommerstimmung wie vernagelt.
Ganz menschlich, nicht Charakter fest,
es wendisch keine Ruh´ uns läßt.
doch stets im Munde als d e r Retter
ist das Gespräch bezüglich Wetter!

Julikäfer


(für tiergeschichten.de)

Nachdem im Mai nicht viel geflogen
hat sich der Käfer aus dem Mai
offenbar zurückgezogen.
Nun ist Verwandtschaft Anomala dubia
wie jedes Jahr auch diesmal da.
Zur Sommerzeit – wir schreiben Juli nun -
haben wir ´s mit dem Blatthornkäfig zu tun.
Metallisch ist sein äußeres Kleid
oval und dicklich – nur kein Neid,
denn was nach außen glänzend ist
ist wie der Käfer auf dem Mist.
Verlockend nicht die äußere Gestalt
er ist kein Maienkäfer halt!

Dienstag, 7. Juli 2015

Zwiespalt: referendum



Ein Mensch, der hier politisch denkt,
fühlt sich auf einmal eingeengt!
Er möchte in den Krisenlagen,
daß man ihn tunlichst läßt befragen.
Dumm nur, dass purer Populismus
nicht Wunschergebnis sein muß!
Das sahen Mütter und auch Väter
des Grundgesetzes ein für später,
weil, wie gehabt in Deutschen Landen,
Radikales ist vorhanden.
So mancher liebt die Chaoswelt,
wenn alles dann in Scherben fällt.
Der Schrei nach einem Volksbegehren
könnt´ auch das freie Land verheeren.
Drum wäge - gib Vernunft den Sieg.
kein „Sportpalast – Totaler Krieg!“

Montag, 6. Juli 2015

Gefühle verleiten


Gewiß, auch ich bin sehr Gefühls betont
auch weil der Geist des Widerspruchs mir
innewohnt.
Doch schon nach einem Rausch der Wallung
verliert sich emotionaler Schwung,
siegt der Verstand. Die Analyse
lehrt mich den Ausweg aus der Krise.
Und nun von Zorn, von Angst befreit,
bin ich zum Tatendrang bereit.
Das Leben lehrt, braucht man Verstand,
setzt man viel weniger in den Sand.
Gefühle sind zwar schön und gut,
das Temperament ein Übrig ´s tut.
Doch braucht es nur VERNUNFT allein
nicht tierischer als Tier zu sein!

Sonntag, 5. Juli 2015

Doch nicht so (?,!)



Der Mücken drohend sirrend Ton
durch flimmernde Luft getragen,
ein höhnisches: „Ich-komme-schon“
an diesen heißen Sommertagen

Bewegung wie gehemmt im Schweiß
die Unlust ist zum Greifen jetzt,
der Blutfluß nicht mehr rund im Kreis,
die Sonne  Strahlen scharf gewetzt.

Der Sommer ist dem Bilderbuch entstiegen.
So hatten wir ´s gehofft doch nicht bedacht,
daß Quell und Wasser nun versiegen
und wir gequält in warmer Nacht.

Im Höhepunkt der Flimmerzeit,
wenn die Erschöpfung nah,
dann schmunzelt Petrus ziemlich breit:
„Beschwert euch nicht – ihr wolltet ´s ja!“


Samstag, 4. Juli 2015

Lemminge (Ballade)

Lemminge (Ballade)

Ach, seht her was nun geschieht,
neue Melodie doch uralt Lied!
Die Verführer ziehen die Strippen
kurz vorm Abgrund graus´ger Klippen.
Drunten tost und braust das Meer:
Kommt ihr Lemminge, kommt her!
Wir, die Führung will beweisen
euch den neuen Weg zu weisen,
der euch dann auf alle Zeit
von Erniedrigung befreit.
Wir sind doch stolz und können´s
hassen
uns am Wege helfen zu lassen!
Wir haben euch hierher gebracht,
damit ihr alles richtig macht.
Wollt ihr nicht ewig Sklaven sein,
dann stimmt für freudig OXI, Nein!
(Wenn man dem Volke was verspricht,
dann zählt die Wahrheit eben nicht)
sie wollen alles...nur TOTALES,
sind sie die Erben doch von THALES
Erfinder auch von Demokratie
und nicht wie allseits nur Stimmvieh.
Die Führung drauf zum Abgrund leitet
das Volk der Lemminge schnell abgleitet.
Der Absturz nicht mehr zu vermeiden .
Ach, endlos nun des Volkes Leiden.
Die Führer machen sich davon,
Verführung kassiert ihren Lohn.
Seht her was danach wohl geschieht...
wer stimmt es an das Totenlied?

Donnerstag, 2. Juli 2015

Hitze lähmt



Die Vögel haben sich zurückgezogen,
die Hitze ist am späten Morgen nicht gefragt.
Um freie, sonnenheiße Plätze schlagen
Vögel einen Bogen
und ihr Geschwitscher klingt verzagt.

Die Vogeltränke mit dem frischen Naß
dient eher dem Baden, denn am Trunk
zu naschen
und über braun getrocknetes Gras
sieht man sie nicht nach Schmetterlingen
haschen.

Still auch das Dorf. In müder Trägheit
schlurft es vor sich hin.
die Ruhe nimmt sich ihre Zeit
in der auch ich am Lahmen bin!