Freitag, 28. August 2015
Romantik perdu
Warum, so fragte neulich mich
ein nicht wohlwollender Kritikus,
es häufig Romantisches sein muß,
das sei vor Zeiten aus..ansich!
Auch Reime seien eher altmodisch,
entsprächen nicht der heut´gen Zeit
Prosa sei dafür methodisch
prägnante Ausdrucksweise heut´
Er wartet, daß ich Einsicht zeige,
führt letzte Grass-Gedichte an.
Doch ich mich der Kritik nicht beuge!
Die Antwort war: weil ich es kann *
*ein Beispiel für Hochmut kommt vor dem Fall...
Donnerstag, 27. August 2015
Lippenbekenntnisse
Ich liebe dich
Worte leicht wie Schmetterlinge
bunt und fröhlich dahin gehaucht,
dem Flattehaften ein Flügelschlag
zerstörtes Vertrauen, schwerste Verletzungen
doch
zuweilen höchstes Glück himmlischer Empfindung
ich hab´dich lieb
schmeicheldn und kuschelig
nichts fordernd – nichts begehrend
einfach nur dasein für einander.
Ich begehre dich – ich will dich
wilde Worte der Leidenschaft
fordernd, besitzergreifend
ohne jede Verpflichtung,
der Wind trägt ´s davon.
Du bist meine Welt
trostlos die Traurigkeit
wenn du nicht da bist
Liebe über das Grab hinaus,
d i e s ich liebe dich
so ist wahre Liebe,
wortlos, wenn du sie fühlst!
Mittwoch, 26. August 2015
betrachtung im spiegel
man erkennt das gesicht
irgendwie zum raum hin seitenverkehrt
erkennt man sich wirklich
ist dao alles seitenverkehrt
magisches silberding...
spiegelt dir vor dich zu kennen
zeigt dir dann was seitenverkehrt ist
bist du noch auf deiner seite
du hast dich anders in erinnerung
hast dich hinter dir versteckt
dennoch erkannt wenngleich verkannt
ein gesicht das mimik nachäfft
magisches silberding..
läßt dich erstarrren in deinem anblick
magie der selbsterkennung
wahrheit wie andere dich sehen
magisch der spiegel..
Montag, 24. August 2015
Blödhammel
Wenn die Routine nicht „routint“,
der e-mail Server einfach blind,
dann steht man da wie dumm geboren,
die Kommunikation im Netz verloren.
Wenn Hacker lieber Holz klein spalten,
als sich im Netz stets aufzuhalten,
dann brauchte man Verschlüsselung nicht
und Gegen-Server wär ´n nicht in der Pflicht!
So tun sie, als ob sie nicht lesen könnten
und viele verwöhnte Nutzer denken,
die nicht mehr mit zurechte kommen,
man hat die Netzfreiheit genommen.
Vortrefflich, daß man so blöde ist
und schreibt dazu ein Reimgedicht!
Muster(un)gültig
Ich hab´ schon über Kleinkariertes
im Sinne von „beschränkt“ geschrieben,
doch immer wieder mich verwirrt es,
wenn schwarz und weiß der Hahnentritt geblieben*
Ich seh in ihm nur grob Gemustertes
anstelle Kleinkariert noch schwarz und weiß.
Kein Zwischenton, zusammen nur Geschustertes.
Es bleibt für mich der gleiche Sch...
Wenn Kleinkariert sich auf gebläht,
ist nur das Muster ziemlich grob,
doch weil man ´s schon von fern erspäht
ist ´s gut erkennbar – so gottlob!
*gemeint Gedanken (Meinungen) in schwarz weiß
Mittwoch, 12. August 2015
Hörfehler
Krause Gedanken lösen bei mir den Reflex aus, ein Gedicht dazu zu verfassen.
Heute schreibe ich kein Gedicht, nicht etwa weil die Gedanken sich nicht kräuseln, nein , sei locken sich sogar – so sehr, daß sie sich verknoten. Also muß das Ganze wieder entwirrt werden, was nur in Prosa zu schaffen ist.
So etwas nennt man dann eine Geschichte... und wenn sie kurz ist, eine ... na, ihr wißt schon.(noch kürzer nennt man sie im anglo-amerikanischen Sprachraum „short-short-story“)
Auch ich mache es kurz, denn die Geschichte, die ich niederschreibe ist nicht autentisch also so etwas wie ein Märchenfilm. Der Drehbuchautor ist nicht bekannt, folglich haben auch die Hauptdarsteller nicht das Recht namentlich genannt zu werden! Zur Sache:
Es geschah am frühen Nachmittag. Die Sonne schien – sonst hätte es wohl keine Verkehrskontrolle gegeben. Damit ist das Szenario (auch screen play genannt)
erfahrungsgemäß beschrieben.
Herauswinken eines zu schnell gefahrenen Autos, Porsche in diesem Fall, was verwundert, denn Porschefahrer sind nie zu schnell.
Übliches Blabla des Streifenpolizisten von seinem Kollegen aufmerksam belauscht.
Der Porschefahrer, höchst verärgert, murmelt „leck mich...Arsch!“
Hat der Bulle gehört, was sein Kollege bestätigen kann.
So kommt es auch noch zur Anzeige wegen Beamtenbeleidigung. Folge: Gerichtsverhandlung.
Der Beklagte beteuert sein Unschuld –eigentlich aussichtslos bei der Zeugenaussage.
Überraschend dennoch der Freispruch. Der Angeklagte berief sich auf einen offensichtlichen Hörfehler des Zeugen. Er habe lediglich auf die Frage des Beamten warum er das Gesetz nicht achte gesagt: l e x m i h i a r s was man aus dem Lateinischen übersetzt so verstehen muß wie „ die Kunst ist mir Gesetz“.
Also nix mit leck mich..Arsch.
Der Vorsitzende ist ein gebildeter Mensch, daher der Freispruch!
Ich , der ich mit weniger Bildung auskommen muß, kann darüber nur eine krause Geschichte schreiben. Es lockt halt in meinem Kopf!
Ist nun einmal so
So vertraut die alten Straßen,
schön sind sie zwar wirklich nicht,
doch Vergleiche muß man lassen
weil Vertrautheit Schönheit sticht!
Denn im Leben zählt Vertrauen
Schönheit dient der Eitelkeit
auf Vertrauen kann man bauen
Schönheit welkt nach ein´ger Zeit.
Weil wir das Vertauen lieben,
fühlt es sich uns heimisch an
werden zu ihm hingetrieben
ändern sollt man nichts daran.
Abonnieren
Posts (Atom)