Montag, 7. September 2015
Den Teufel im Nacken
Aus meiner Traumwelt bin ich jäh erwacht.
Ich spürte wie das Band der Solidarität zerriß
und wie ein tiefer, dunkler Schacht
von Mißgunst sich auftat als ein großer Riß!
Oh, Völker, die dem Egoismus aufgesessen,
ihr Menschen bei uns, die ihr Brände legt,
habt ihr den Hass, das Elend der Zerstöurng
schon vergessen?
Nur wem das Teuflische im Nacken sitzt
versteht was euch bewegt!
Donnerstag, 3. September 2015
Was ging da schief?
Europa saß dem Stier im Nacken,
wollt ihn an seinen Hörnern packen.
Der schüttelt sich, Europa fiel
von seinem Rücken... und das Ziel
sie hin zum schönem Ort zu bringen,
schien Vater Zeus nicht zu gelingen.
Doch stürzt Europa nicht zu Boden,
sie krallt sich fest an Stieres Hoden,
wenn man so jemand mitgeschleift,
ist froh, wenn man ihn abgestreift!
Verbeult und ziemlich ramponiert
hat sich Europa prostituiert.
Ein jeder kam ..doch niemand ging,
weil jeder an der Schönheit hing.
Am Egoismus aber starb,
was Zeus als Beute einst erwarb.
Wenn man der Schönheit Schein(e) sieht,
verstimmt im Chorgesang das Lied!
Einfach wollig
Einfach wollig
(für tiergeschichten.de)
„Was schert mich Weib, was schert mich Kind,*(Zitat Ende)
soll´n sie doch sehen, wie man mich find!
Und so geschah ´s, die Wolle wuchs,
das Schaf entkam dem Scherer fluchs.
Nur hat so ein Merino-Schaf
an 40Kilo Wolle keinen Bedarf!
Die machten ihm das Leben schwer,
kaum, daß es laufen konnte mehr.
Sein Dasein war ein Quälen nur,
erlösend daher die Zwangs-Schur.
Das war geschafft – befreit von Wolle,
freut sich Merino-Schaf wie Bolle!
Am Überfluß kann man ersticken!
Meine Meinung: lernt wieder stricken
es könnten da noch Zeiten kommen,
wo Selbstgestricktes hoch willkommen!
* Heinrich Heine: Die Grenadiere
(für tiergeschichten.de)
„Was schert mich Weib, was schert mich Kind,*(Zitat Ende)
soll´n sie doch sehen, wie man mich find!
Und so geschah ´s, die Wolle wuchs,
das Schaf entkam dem Scherer fluchs.
Nur hat so ein Merino-Schaf
an 40Kilo Wolle keinen Bedarf!
Die machten ihm das Leben schwer,
kaum, daß es laufen konnte mehr.
Sein Dasein war ein Quälen nur,
erlösend daher die Zwangs-Schur.
Das war geschafft – befreit von Wolle,
freut sich Merino-Schaf wie Bolle!
Am Überfluß kann man ersticken!
Meine Meinung: lernt wieder stricken
es könnten da noch Zeiten kommen,
wo Selbstgestricktes hoch willkommen!
* Heinrich Heine: Die Grenadiere
Mittwoch, 2. September 2015
Anders gemeint
Der kalte Rauch der Zigarette
haftet in Polstern und Gardinen.
Die Hausfrau ´s niemals gerne hätte,
man sieht ´s an ihren bösen Mienen.
Auch Bier und Schnaps sind ebenfalls
Gerüche, die nicht akzeptiert,
man stinkt ganz elend aus dem Hals,
wird nachts mit Bettzeug ausquartiert.
Parfum-Geruch der fremden Frau,
für sowas hat sie ein Gespür,
sie kennt den ihren sehr genau,
setzt Männe vor die Tür.
Gar peinlich, daß sie riechen kann,
was ihm Vergnügen ist –
und ihr Gedächtnis mannomann –
sie niemals was vergißt!
Drum Vorsicht, wenn sie schmeichelnd sagt:
„Ich kann dich sehr gut riechen.“
Dann wirst du irgendwann verzagt
bei ihr zu Kreuze kriechen!
Vergebliche Liebesmüh`
Wenn man vor Lust die Welt umarmen möchte,
dann stellt man fest, die Arme sind zu kurz.
Doch in der Euphorie ist einem dieses „schnurz“,
weil niemals man an die Ernüchterung dächte.
Der Welt ist dieser Anflug ganz egal,
sie schert sich nicht um einzelnes Empfinden,
weshalb die Hochgefühle schnell entschwinden.
Es bleibt die schlechte Laune, dir zur Qual.
Vergeblich ist der Liebe das Bemühen
das Menschenvolk dem Herzen zu erschließen.
Die Reaktion darauf wird dich verdrießen
und wird dich tief und tiefer in Verstimmung ziehen!
Dienstag, 1. September 2015
Gegensätzliches
Nun wird es Herbst, das Blattwerk strahlt
als hätte er es angemalt,
bevorzugt mit gelb und zinnoberrot.
Bacchus erfreut ´s den fröhlichen Gott.
Bei Wein und Gesang, ausgelassenen Festen
bietet Natur uns vom Allerbesten.
Die Letzte Frucht wird eingefahren.
Doch bei den Menschen mit weißen Haaren
macht sich die Endzeitstimmung breit,
weil Hein, der Gevatter, zur Ernte bereit.
Die müden Blätter am trockenen Baum,
sie fallen fast lautlos, ein Rascheln kaum,
so dem Vergänglichen anheim gegeben.
Zwiespalt im Herbst: Tod und freudiges Leben!
Frosch und Kröte
(für tiergeschichten.de)
Frosch und Kröte
Ein Frosch und eine Kröte
beklagten ihre Nöte.
Das Queren von den Straßen
sollte man wohl besser lassen.
Doch wie kann man heute wandern
von einem Orte zu dem andern?
Sie diskutierten die Gefahr
und übersahen ADEBAR
und durch das laute Quaken
hörten sie nicht des Storches Staken!
Der Vorhang fiel zum letzten Akt
in ADEBARS Verdauungstrakt.
Vorbei sind alle Zukunftsnöte
vom Frosch und auch der dicken Kröte!
Wer nur auf Zukunft ist fixiert,
Kontakt zur Gegenwart verliert.
Dem Storch gefiel die Mahlzeit sehr,
er hat nun keinen Hunger mehr!
Frosch und Kröte
Ein Frosch und eine Kröte
beklagten ihre Nöte.
Das Queren von den Straßen
sollte man wohl besser lassen.
Doch wie kann man heute wandern
von einem Orte zu dem andern?
Sie diskutierten die Gefahr
und übersahen ADEBAR
und durch das laute Quaken
hörten sie nicht des Storches Staken!
Der Vorhang fiel zum letzten Akt
in ADEBARS Verdauungstrakt.
Vorbei sind alle Zukunftsnöte
vom Frosch und auch der dicken Kröte!
Wer nur auf Zukunft ist fixiert,
Kontakt zur Gegenwart verliert.
Dem Storch gefiel die Mahlzeit sehr,
er hat nun keinen Hunger mehr!
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