So geh und schlaf! Was man sich scheut
beim Namen oft zu nennen,
da leben mit dem Glück und Leid
ist das nur, was wir kennen.
Was danach kommt – fürs Dasein ist ´s tabu.
Man spricht nicht drüber und verdrängt
und schließt davor die Augen zu,
weil man doch so am Leben hängt.
So leb denn wohl! Welch Ironie am Grab,
wenn eingeengt in Dunkelheit begraben;
und niemand da – der sagt er starb,
er wird kein neues Leben haben!
Sonntag, 30. Januar 2011
Ich habe eine Meise
Ich sah eine Meise,
die kam ganz leise
zum Futterplatz geflogen.
Und das ist nicht gelogen:
auf einmal waren ´s drei
und ein Fink war auch dabei.
Wie auf einen Wink
flogen Meisen und Fink
ganz plötzlich fort,
nur eins blieb am Ort -
auf wunderbare Weise
und zwar meine Meise!
Hätte ich die nicht,
schrieb ich nicht so ´n Gedicht!
die kam ganz leise
zum Futterplatz geflogen.
Und das ist nicht gelogen:
auf einmal waren ´s drei
und ein Fink war auch dabei.
Wie auf einen Wink
flogen Meisen und Fink
ganz plötzlich fort,
nur eins blieb am Ort -
auf wunderbare Weise
und zwar meine Meise!
Hätte ich die nicht,
schrieb ich nicht so ´n Gedicht!
Freitag, 28. Januar 2011
Maikäfergewohnheiten
In der Erde dunkler Tiefe
entwickelt sich ein Insektenei,
glaube nicht, dass es da schliefe,
nein es wurd zum Konterfei
wie ein länglich fettes Ding,
dauerhaft am gierig Fressen,
eklig weißer Engerling,
der ein harmlos Ei gewesen.
Nun mehr tut das Ding sich gütlich
an dem Wurzelwerk, dem zarten,
frißt und macht es sich gemütlich
und verschmäht nur die ganz harten
Wurzeln, die ´s nicht beißen kann,
schlägt so manche schlimme Schneise
richtet großen Schaden an,
durch gefräßige Lebensweise.
Wenn die Erde sich erwärmt,
hat entpuppt sich das Insekt ,
das als Maikäfer nun schwärmt
und in Buchen sich versteckt.
Wenn du Äste kräftig schüttelst,
so am Morgen, wenn ´s noch kalt,
du die Tierchen wachgerüttelt,
dann erfährst du es sobald:
in die Schachtel, in der Löcher,
kannst du sammeln Schornsteinfeger
oder Müller noch und nöcher
und zuweilen Käfer-Neger.
Manchmal denkst du fast geniert,
wenn die Käfer heftig pumpen,
dass ist dir auch schon passiert
und ein Freund ließ sich nicht lumpen!
entwickelt sich ein Insektenei,
glaube nicht, dass es da schliefe,
nein es wurd zum Konterfei
wie ein länglich fettes Ding,
dauerhaft am gierig Fressen,
eklig weißer Engerling,
der ein harmlos Ei gewesen.
Nun mehr tut das Ding sich gütlich
an dem Wurzelwerk, dem zarten,
frißt und macht es sich gemütlich
und verschmäht nur die ganz harten
Wurzeln, die ´s nicht beißen kann,
schlägt so manche schlimme Schneise
richtet großen Schaden an,
durch gefräßige Lebensweise.
Wenn die Erde sich erwärmt,
hat entpuppt sich das Insekt ,
das als Maikäfer nun schwärmt
und in Buchen sich versteckt.
Wenn du Äste kräftig schüttelst,
so am Morgen, wenn ´s noch kalt,
du die Tierchen wachgerüttelt,
dann erfährst du es sobald:
in die Schachtel, in der Löcher,
kannst du sammeln Schornsteinfeger
oder Müller noch und nöcher
und zuweilen Käfer-Neger.
Manchmal denkst du fast geniert,
wenn die Käfer heftig pumpen,
dass ist dir auch schon passiert
und ein Freund ließ sich nicht lumpen!
Donnerstag, 27. Januar 2011
Fremde Heimat
Ich sehe über die Stadt, die meine Heimat war,
vom Bergrücken in das ausgedehnte Tal.
Sie liegt im Sonnenlicht, mein Blick gleichwohl nicht klar,
die feuchten Augen zeigen meine Qual.
Zu viele Jahre sind ins Land gegangen,
die mir die Liebsten, sind im ew´gen Schlaf
und so in den Erinnerungen eingefangen
ist eine Rückkehr ohne Sinn und ohn´ Bedarf.
Lebe denn wohl, was Heimat mir gewesen,
ein Haufen Steine, Straßen mit den stillen Plätzen.
Mich kennt hier keiner mehr – und kein geliebtes Wesen
hält mich am Ort. Mag den ein Anderer als seine Heimat schätzen
vom Bergrücken in das ausgedehnte Tal.
Sie liegt im Sonnenlicht, mein Blick gleichwohl nicht klar,
die feuchten Augen zeigen meine Qual.
Zu viele Jahre sind ins Land gegangen,
die mir die Liebsten, sind im ew´gen Schlaf
und so in den Erinnerungen eingefangen
ist eine Rückkehr ohne Sinn und ohn´ Bedarf.
Lebe denn wohl, was Heimat mir gewesen,
ein Haufen Steine, Straßen mit den stillen Plätzen.
Mich kennt hier keiner mehr – und kein geliebtes Wesen
hält mich am Ort. Mag den ein Anderer als seine Heimat schätzen
Dienstag, 25. Januar 2011
Modernes Theater oder liebe ich es wirklich?
Von dem klassischen Trauerspiel
halte ich fürwahr nicht viel,
das ist so tränen-traurig.
Ich lieb es blutig schaurig,
so ganz modern – Schauspieler nackt,
daß einem schnell das Grausen packt.
Die Texte kurz und knapp fäkal,
die Handlung möglichst auch banal.
Diese Theaterszenerie –
so lebensecht gefällt mir sie!
Kultur, mit der man sich belohnt,
ist das, was einem innewohnt!
halte ich fürwahr nicht viel,
das ist so tränen-traurig.
Ich lieb es blutig schaurig,
so ganz modern – Schauspieler nackt,
daß einem schnell das Grausen packt.
Die Texte kurz und knapp fäkal,
die Handlung möglichst auch banal.
Diese Theaterszenerie –
so lebensecht gefällt mir sie!
Kultur, mit der man sich belohnt,
ist das, was einem innewohnt!
Montag, 24. Januar 2011
Verschiedene Welten
Der Kuckuck ruft –
Die Zeit den Schinken anzuschneiden!
Im Schweinestall gilt er als Schuft,
den Ruf kann eine Sau nicht leiden.
Der Kuckuck kann zwar nichts dazu,
dass Schinken so gut schmeckt.
Doch gibt sein Rufen keine Ruh,
was Schweine sehr erschreckt.
Der Kuckuck und die Schweine sind
so spinnefeind in jedem Fall
und daher weiß auch jedes Kind,
der Kuckuck legt die Eier nicht
in einen Schweinestall!
Die Zeit den Schinken anzuschneiden!
Im Schweinestall gilt er als Schuft,
den Ruf kann eine Sau nicht leiden.
Der Kuckuck kann zwar nichts dazu,
dass Schinken so gut schmeckt.
Doch gibt sein Rufen keine Ruh,
was Schweine sehr erschreckt.
Der Kuckuck und die Schweine sind
so spinnefeind in jedem Fall
und daher weiß auch jedes Kind,
der Kuckuck legt die Eier nicht
in einen Schweinestall!
In Gedanken
Tief eingefangen in dem Ich
springen Gedanken durch Synopsen
nur Mimik zeigt nach außen sich
im Kopfe herrscht ein lautlos Hopsen.
Erstaunlich sind Gedankenwege
Vergangenheit mischt sich mit Gegenwart.
Auch Zukunftspläne, die ich hege
sind Realität, die sich mit Träumen paart.
Verborgen sind sie die Gedanken.
Dein Eigen, das man nicht errät
zuweilen sie an Logik kranken
im Konjunktiv, als ob ichs wirklich tät.
Gedanken jenseits aller Möglichkeit,
gute, schlechte irrwitzig gedacht
sind ein Ventil das das Gemüt befreit,
sie geistern später nur als Träume durch die Nacht.
Tief in Gedanken sein –
der Außenwelt sich zu entziehen
heißt einsam sein mit sich allein
der Welt, den Menschen zu entfliehen.
springen Gedanken durch Synopsen
nur Mimik zeigt nach außen sich
im Kopfe herrscht ein lautlos Hopsen.
Erstaunlich sind Gedankenwege
Vergangenheit mischt sich mit Gegenwart.
Auch Zukunftspläne, die ich hege
sind Realität, die sich mit Träumen paart.
Verborgen sind sie die Gedanken.
Dein Eigen, das man nicht errät
zuweilen sie an Logik kranken
im Konjunktiv, als ob ichs wirklich tät.
Gedanken jenseits aller Möglichkeit,
gute, schlechte irrwitzig gedacht
sind ein Ventil das das Gemüt befreit,
sie geistern später nur als Träume durch die Nacht.
Tief in Gedanken sein –
der Außenwelt sich zu entziehen
heißt einsam sein mit sich allein
der Welt, den Menschen zu entfliehen.
Abonnieren
Posts (Atom)