Donnerstag, 31. Januar 2013

Nicht traurig sein...


Sokrates, der alte Grieche,
wußte, daß er niemals kriegte
jenes allumfassend Wissen,
das bei Google wir genießen.

Alles, was wir wissen wollen,
erfahren wir durch eifrig „SCROLLEN“.
angeklickt – schon offenbart
was auf unsere Neugier harrt!

Wagner – Schüler von dem Faust-
dem vor Unwissen gegraust
hätte das Papier zerrissen,
wollte er doch alles wissen.

Nur der weise Sokrates
postulierte schlau indes:
Wissen, daß man gar nichts weiß,
macht den Unwissenden nicht heiß.

Legte sich beruhigt ins Bett.
Irgendwann kam ´s Internet:
alles Wissen digital
von vorn, von seitwärts und rektal.

Unser ganzes Wissen bleibt
dem Computer einverleibt.
Niemand sollte traurig sein,
fallen Fragen nicht mehr ein!

Sandfloh


Der Sandfloh lebt im warmen Sand.
Warum er ´s tut ist unbekannt.
Er wird nur einen Millimeter,
was er bewirkt erfährt man später.

Seinen Namen: tunga penetrans
erhielt er nicht für seinen Schwanz –
im Gegenteil, nur Weibchen bohren subcutan
so zwischen Zehen und die schwillen furchtbar an.

Männchen sind hingegen friedlich
durch die Kleinheit auch eher niedlich.
Sie leben frei und ungebunden,
haben noch nie den Mensch geschunden.

Penetrant sind nur die Weibchen,
haben Eier in dem Leibchen,
die sie in die Wunde legen.
Der Mensch darf ihre Brut dann hegen!

Dienstag, 29. Januar 2013

Ein negierter Irrtum



Der Hund, das Meerschwein oder Katz
sind mancher Menschen größter Schatz.
Nun gut –wen Einsamkeit befällt,
der lebt in einer anderen Welt.

Doch wer sein Tier am höchsten schätzt,
weiß schon nicht mehr, wen er verletzt,
die Tochter, Sohn, den einst´gen Freund,
weil die nicht „spuren“ wie er meint.

Ein Tier, das widerspricht ihm nicht,
hört zu, wenn Frauchen, Herrchen spricht.
somit entsteht gleich die Empfindung
zu einer untrennbar´ Verbindung.

Die Selbstsucht hier den Menschen trügt,
der durchs Verhalten sich belügt.*
Ein Tier weiß gar nicht über Liebe,
es folgt dem angeborenen Triebe.

* auch wenn hier widersprochen wird: es ist, wie es ist!

Selbstverleugnung



Ein Mensch will sein, was er nicht ist,
ganz anders eben – er vermißt,
was er in seinen Träumen dachte,
wo er sich selbst zum Helden machte!

Nun freut er sich auch jedesmal
gibt’s endlich wieder Karneval.
Mit Maske und Kostüm verwandelt,
glaubt er, daß er entsprechend handelt.

Nur kann er nicht aus seiner Haut.
der Illusion er nicht vertraut,
wünscht Aschermittwoch sich herbei,
damit er wieder selbst er sei.

Doch kaum, daß dieser Tag erreicht,
fällt Illusion ihm wieder leicht,
denn Wirklichkeit macht unzufrieden.
Er hätte gern sich selbst vermieden!

Montag, 28. Januar 2013

Ohwie so trügerisch...(ausgegebenen Anlaß)




Die Frau als solches ist ein Mensch
im Gegensatz zum Mann, dem Affen,
der kann nur auf das Dekolleté
und auf die kurzen Röcke gaffen!

Hat stets das Eine nur im Sinn,
die Frau zu unterdrücken,
sie zu bedrängen, klein zu halten
und sie am End´ zu f....*

Darum sag ich es ungehemmt
und will es hier verkünden:
gäb´es die bösen Männer nicht,
gäb´ es auch keine Sünden!

Die Frauen machten sich nur schön
für Spiegel an den Wänden,
weil sie auf diese Art genug
Bewunderung für sich fänden.

Auch wär´ das Leben wunderschön
mit Blümchen und mit Deko
und Herrenwitze gäb´ es nicht,
sexistisch ist kein Geck(o).

Und alles friedlich rings herum
niemand der unterdrückt,
es gäbe keinen Zickenkrieg,
die Menschheit wär ´ beglückt.

Frau amüsierte sich im Zoo,
wo hinter Gittern AFFEN,
die kraulten die behaarte Brust**
wie schön ist ´s zuzugaffen!


*ne, ich glaube "verlassen" schreibt man nicht mit" f"

**natürlich die Brust der Affen

Sonntag, 27. Januar 2013

Manche finden es schade



Die Sonne strahlt auf silbern glitzernde Tränen,
die der Winter über seine Eisbärte vergießt.
Er weint, ihn packt ein unendliches Sehnen
nach kaltem Hauch in dem nur die Eisblume sprießt.

Die weißen, federleichten Flocken, die der Wind umtrieb,
die alle Erdenwunden wie Verbände eingehüllt –
sein unverkennbar Werk, er hatte es so lieb
und sah voll Stolz mit welcher Pracht er seinen Dienst erfüllt!

Nun das! Die wärmend Sonne kommt ihm quer,
die Pracht zerstört, zerrissen und verschmutzt.
Der Winter versteht seine Zeit nicht mehr.
Hat er sich jetzt auf seinem Höhepunkt schon abgenutzt?

Samstag, 26. Januar 2013

wirlich genügsam...



So weit der Blick zum Horizont!
Die Steppe, frostig, schneebedeckt,
von Menschen scheinbar unbewohnt
und jedes Grün hat sich versteckt.

Dort treiben SAMEN Rentierherden,
ein Aberwitz scheint´ s uns zu sein,
wie sollen Tier satt dort werden?
Man sieht kein einziges Halmelein!

Doch mit den Hufen scharren lose
aus jener schneebedeckten Flur
sie spärlich Flechten und auch Moose.
Man fragt: wie überleben sie hier nur?

Trotzdem geschieht ´s, daß ganze Herden
entgegen dem frugalen Mahl
den Frühling noch erleben werden.
Erzähls uns satten Menschen mal!