Montag, 31. März 2014
Kein Ausgang
Mancher Gedanke in dem Hirn
kreist ratlos hinter meiner Stirn.
will sich befreien schon seit Stunden
hat einen Ausgang nicht gefunden.
Dabei hätt´ er was zu verkünden
was anderen aus verschied´nen Gründen
von Nutzen wäre – ganz bestimmt,
wenn man denn meinen Rat annimmt.
So gut ist der Gedankenflug,
doch fliegen ist hier nicht genug
wenn nur im Kreis etwas rotiert
und eingesperrt nicht motiviert.
Die Hand gehorcht nicht dem Gedanken,
beim Schreiben senken sich die Schranken,
ein Zustand, den manch Dichter kennt.
Blockiert ist man - ich bin beschränkt!
Gedanken, die im Innern bleiben
die Fantasie zur Blüte treiben –
für mich allein sind sie geblieben.
Was soll ´s – man darf sich selbst auch lieben.
Also ergötz´ ich mich im Stillen.
Der Kopf versagte mir den Willen
mich öffentlich stolz aufzupusten,
werd´ ihm dann nächstens auch was husten!
Der Ausgang, mit dem Schild EXIT,
teil ich dann dem Gehirne mit
ist zugesperrt und graue Zellen
werden vergeblich stürmisch schellen!
verhohnepipelt
Was für ein schönes Frühlingsfest!
Da fliegt ein Hippo ins Kuckucksnest,
legt dort zwei winzige Straußeneier,
bedankt sich damit für die Feier,
und diese sind im Dreierpack,
ganz bunt bemalt doch ohne Lack.
Der Kuckuck drauf dem Nest entfloh,
das Nilpferd tat es ebenso.
Dem Ei entwuchs ein Krokodil.
Wem diese Lügen jetzt zu viel,
dies alles nicht mehr kann ertragen,
dem stellen sich auch keine Fragen.
Man glaube, was man glauben will
an diesem Ersten im April!
Sonntag, 30. März 2014
Monster
(für tiergeschten.de)
In England, wo Finanzheuschrecken
den Hauptanteil der Wirtschaft decken,
man folglich Schreckliches gewohnt
und die Elisabeth noch thront,
da findet man nun Riesenratten
wie wir sie bisher nicht hier hatten.
So siebzig Zentimeter lang,
da wurden nicht nur Menschen bang,
nein, auch die Katzen sich nicht trauten
versteckten sich, angstvoll miauten!
Ratzillas nannte man hinfort
die Monster aus der Stadt Bradford
In England, wo Finanzheuschrecken
den Hauptanteil der Wirtschaft decken,
man folglich Schreckliches gewohnt
und die Elisabeth noch thront,
da findet man nun Riesenratten
wie wir sie bisher nicht hier hatten.
So siebzig Zentimeter lang,
da wurden nicht nur Menschen bang,
nein, auch die Katzen sich nicht trauten
versteckten sich, angstvoll miauten!
Ratzillas nannte man hinfort
die Monster aus der Stadt Bradford
Samstag, 29. März 2014
Methodisch
Zum Dichten braucht man viel Gefühl,
ein Thema, das zudem nicht kühl
den Leser läßt – sofern ´s den gibt –
ein Thema muß sein, das beliebt.
Da Menschen nun mal sehr verschieden,
wird Politik, Religion vermieden
und besser auch ein Fan-Gebaren,
man soll ´s doch lesen auch nach Jahren,
so daß des Reimens Mühesal
Bestand nicht hat und folglich schal.
Humor hingegen ist gefragt,
wenn er nicht schwarz am Leser nagt,
sobald der sich betroffen fühlt,
sein Mütchen er am Dichter kühlt.
Die Jahreszeiten sind beliebt,
besonders Frühling da erblüht
verschwenderisch in Wort und Bild
wird Dichters Überschwang gestillt.
Hat man sich solches ausgedacht
wird flugs sich an das Werk gemacht.
Zunächst muß da ein Titel her,
der kurz, prägnant – schon dies ist schwer.
Danach die Form – sollte man reimen?
Bedenken doch sogleich erscheinen.
Reicht hier der Wortschatz wirklich aus?
es wird probiert – doch dann oh Graus:
stimmt Rhythmus nicht, die Silbenzahl
ist inkorrekt. Beim nächsten Mal
da fehlen Worte – Herz zu Schmerz
wobei Ergänzung mit dem März
will gar nicht in den Sommer passen.
man muß das Reimen einfach lassen!
In Prosa ist so ein Gedicht
auch viel moderner - oder nicht?
Doch Poesie geht dabei flöten
und wird des Dichters Anspruch töten!
Egal, wie pfiffig die Methode,
das Dichten ist längst aus der Mode,
die Überlegung kommt beim Schreiben.
Des Dichters Fazit: er läßt ´s bleiben*.
Nun ist es raus – man weiß genau,
Lesung entfällt, denn der Poet
ist eben keine Rampensau!
Freitag, 28. März 2014
Verstand taucht ab
(für teiergeschichten.de)
Seesterne gilt es zu vernichten,
die im Great Barrier driften.
Denn der Mensch kann es nicht dulden,
der Natur etwas zu schulden.
Mittels Ochsengallen-Gift
läßt man sie am Leben nicht.
Wieder zeigt sich Egoismus
nur zum Wohle des Tourismus.
Der Naturschutz eingeschränkt
immer wenn der Mensch ihn lenkt.
Zerbröseln hier Australiens Riffe
sind die Gründe nicht die Schiffe
oder auch die Boote nicht.
Menschlich Tun aus deren Sicht
sind die Seestern Kolonien,
die Korallen überziehen.
Dabei stellen sich die Fragen
seit wann in hundertausend Jahren?
Seesterne gilt es zu vernichten,
die im Great Barrier driften.
Denn der Mensch kann es nicht dulden,
der Natur etwas zu schulden.
Mittels Ochsengallen-Gift
läßt man sie am Leben nicht.
Wieder zeigt sich Egoismus
nur zum Wohle des Tourismus.
Der Naturschutz eingeschränkt
immer wenn der Mensch ihn lenkt.
Zerbröseln hier Australiens Riffe
sind die Gründe nicht die Schiffe
oder auch die Boote nicht.
Menschlich Tun aus deren Sicht
sind die Seestern Kolonien,
die Korallen überziehen.
Dabei stellen sich die Fragen
seit wann in hundertausend Jahren?
Seelenhelles Sonnenlicht
Seelenhelles Sonnenlicht
nimmt den Menschen in die Pflicht
bitterer Gedanken wegen
sich nicht zu sehr zu erregen.
Freude soll das Dasein prägen,
Lebensmut der Liebe wegen,
die die Menschen immer finden
wenn sie sich nur selbst ergründen.
Frag nach Sinn in deinem Sein,
lasse dich auf andere ein –
deren Echo wird dir zeigen
wohin Waagschalen sich neigen.
Daraus die Erkenntnis ziehen,
deine Ängste, deine Mühen
können stante pede weichen
wirst mit Liebe sie ausgleichen,
denn seelenhelles Sonnenlicht
verdrängt das Dunkel, erlischt nicht!
Donnerstag, 27. März 2014
Warum nur
Warum nur?
Er kommt als junger Lenz nackt daher wie eine Putte, in der Hand einen Blumenkranz und hinter ihm flattert das blaue Band der Spätromantik. Welche Vorstellung ein Maler wohl dabei hatte.. sicherlich nicht die heutigen
beim Betrachten kindlicher Nacktfotos. Ich erwähne das, weil die Zeit in der wir leben, sich an einer gewissen Verdorbenheit delektiert und der Voyalismus sich zudem Internettes (besser Interschämendes) zu Nutze macht.
Also, dieser kleine unbekleidete nackte Bursche scheint alle Welt zum Dichten vom Frühlingserwachen zu animieren. Besonders Dichterinnen können gar nicht genug davon kriegen...nicht etwa in der Hoffnung,
daß der Nackte Knabe wächst, nein, als Träger femininer Gene sind sie innerlich gedrängt, der Geburt der neuen überaus farblichen Jahreszeit ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Dies geschieht mit kunstvoll gedrechselten Sätzen und überschäumender Empathie in ungeahnter Vielfältigkeit
und wiederkehrenden Phrasen, die in den Wiederholungen den Anstrich religiöser Verehrung annehmen. Soll sein!
Der Vorwurf, mich beschleiche nur der Neid ob dieser Aufmerksamkeit, ist in allen Bereichen jedoch ausdrücklich zurückzuweisen. Als Beispiel führe ich an, daß mich kein blaues Band umweht, höchstens ein Dunst von Beaujoulais in ausgeprägter Form, den sich der Nackedei bestimmt nicht leisten könnte und wenn,
dann er wohl dem Jugendschutzgesetz anheim fiele. Außerdem käme für mich allegorisch gesehen nur der Spätherbst infrage oder die Winterjahreszeit. Würde ich dann so unbekleidet herum laufen? Wem würde etwas Derartiges einfallen?
Zugegeben, eine jugendliche Figur und was noch dazugehört wäre wohl nicht drin... insoweit könnte schon mal ein bißchen Neid aufkommen...aber nur ein bißchen, wenn man bedenkt, daß der kleine Schelm da auch nicht viel zu bieten hatte.
Ich komme also zu dem Schluß, was immer man zu analysieren versucht, bei Frauen liegt man immer falsch.
Besonders jedoch bei Dichterinnen, die eher ins Platonische abgleiten und Frühlingserwachen mit summenden Bienchen gleichsetzen, weil sie in den Klosterschulen nicht genügend Aufklärung erfuhren.
Mach ich mich jetzt lustig oder ist diese Ansicht vielleicht von Ironie geprägt? Weit gefehlt, denn ich habe gerade ein romantisches Frühlingsgedicht in das weltumspannende Netz gestellt, denn ich will dies herrliche bunte Jahreszeit einfangen und ganz für mich genießen. Hauspoet, der ich bin, also im stillen Kämmerlein
immer wieder am Computer nachschauend, ob man meine Poesie auch würdigt.
Los, kommentiert...aber nur positive Kritik...sonst denke ich, daß ihr nur an Nackedeis interessiert seid!
Er kommt als junger Lenz nackt daher wie eine Putte, in der Hand einen Blumenkranz und hinter ihm flattert das blaue Band der Spätromantik. Welche Vorstellung ein Maler wohl dabei hatte.. sicherlich nicht die heutigen
beim Betrachten kindlicher Nacktfotos. Ich erwähne das, weil die Zeit in der wir leben, sich an einer gewissen Verdorbenheit delektiert und der Voyalismus sich zudem Internettes (besser Interschämendes) zu Nutze macht.
Also, dieser kleine unbekleidete nackte Bursche scheint alle Welt zum Dichten vom Frühlingserwachen zu animieren. Besonders Dichterinnen können gar nicht genug davon kriegen...nicht etwa in der Hoffnung,
daß der Nackte Knabe wächst, nein, als Träger femininer Gene sind sie innerlich gedrängt, der Geburt der neuen überaus farblichen Jahreszeit ihren Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
Dies geschieht mit kunstvoll gedrechselten Sätzen und überschäumender Empathie in ungeahnter Vielfältigkeit
und wiederkehrenden Phrasen, die in den Wiederholungen den Anstrich religiöser Verehrung annehmen. Soll sein!
Der Vorwurf, mich beschleiche nur der Neid ob dieser Aufmerksamkeit, ist in allen Bereichen jedoch ausdrücklich zurückzuweisen. Als Beispiel führe ich an, daß mich kein blaues Band umweht, höchstens ein Dunst von Beaujoulais in ausgeprägter Form, den sich der Nackedei bestimmt nicht leisten könnte und wenn,
dann er wohl dem Jugendschutzgesetz anheim fiele. Außerdem käme für mich allegorisch gesehen nur der Spätherbst infrage oder die Winterjahreszeit. Würde ich dann so unbekleidet herum laufen? Wem würde etwas Derartiges einfallen?
Zugegeben, eine jugendliche Figur und was noch dazugehört wäre wohl nicht drin... insoweit könnte schon mal ein bißchen Neid aufkommen...aber nur ein bißchen, wenn man bedenkt, daß der kleine Schelm da auch nicht viel zu bieten hatte.
Ich komme also zu dem Schluß, was immer man zu analysieren versucht, bei Frauen liegt man immer falsch.
Besonders jedoch bei Dichterinnen, die eher ins Platonische abgleiten und Frühlingserwachen mit summenden Bienchen gleichsetzen, weil sie in den Klosterschulen nicht genügend Aufklärung erfuhren.
Mach ich mich jetzt lustig oder ist diese Ansicht vielleicht von Ironie geprägt? Weit gefehlt, denn ich habe gerade ein romantisches Frühlingsgedicht in das weltumspannende Netz gestellt, denn ich will dies herrliche bunte Jahreszeit einfangen und ganz für mich genießen. Hauspoet, der ich bin, also im stillen Kämmerlein
immer wieder am Computer nachschauend, ob man meine Poesie auch würdigt.
Los, kommentiert...aber nur positive Kritik...sonst denke ich, daß ihr nur an Nackedeis interessiert seid!
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