Montag, 30. Juni 2014

Zu zeitnah


Nie hörbarer, nie sichtbarer der Wandel,
der Menschen dieser Zeit geprägt,
ist weit entfernt auch das Ereignis,
es digital schon zur Betrachtung steht!
Nichts gibt ´s , was im Verborgenem bleibt,
selbst in der Post wird fremdgelesen was man
schreibt.
Gespeichert wird ´s und nie vergessen.
Dies alles gegen unsere Interessen.
Vom Weltraum aus wird man geleitet,
wenn man im Fahrzeug durch die Städte gleitet.
Das Smart Phone stiehlt uns sehr viel Zeit,
die wir noch immer gern verschwenden.
Am Ende tut uns das noch leid.
Wie soll das alles einmal enden?

Sonntag, 29. Juni 2014

Miesepeter



Gestern hatt´ ich gute Laune,
wohl war mir nicht recht dabei.
dieser Zustand – man erstaune –
bricht mein Weltbild doch entzwei!

War gewohnt es schlecht zu reden,
sah nur Übles und Gemeines,
konnte gar kein Lob vergeben,
sah nur Schmutziges und Gemeines.

Also steh ich da am Pranger.
Gute Laune kam mir auf,
dieses Unglück war seit langer
Zeit nicht mehr im Tag-Ablauf.

Hatte ich doch wieder recht:
riefen viele nun: Da steht er,
redet wieder alles schlecht,
dieser alte Miesepeter!

Ermunterung


Den Platz zu räumen, den man eingenommen,
der vorteilhaft und teils bequemlich eingerichtet war,
der Mensch bedauert ´s tief, wenn man ihm den genommen,
empfindet es als Unrecht, wenn es ihm geschah!

Ist seine Trauer, vielleicht Wut nicht zu verstehen?
Er ist doch Mensch, der Einsicht erst noch lernen muß.
In dem Begreifen, was genau mit ihm geschehen,
setzt er an neue Ufer seinen Fuß.

Ein Ausspruch sagt: Wer weiß wofür das gut?
So laß dich fallen nicht, oh Mensch, sei stark,
wenn unvermittelt Neues sich auftut,
verharre nicht und wittere nicht gleich Arg.

Freitag, 27. Juni 2014

Nicht schrankenlos



Es war ein Traum indem
der Vogelsang mich weckte.
Und alle Welt herum im Glück
versank.
Die Sonne grüßte zart und leckte
am frischen Tag,
wie schön ihr Dank!

Und während ich mich träumend
noch ergötzte,
da fielen Vögel tot vom Himmelszelt
Es löste eine Träne sich, die meine
Wange netzte.
Zu schaurig war der Anblick auf
die Welt.

Vor Schreck erwachte ich vom
Schweiße naß.
Die Deutung dieses Traums
bewegten die Gedanken,
ob er mir sagen wollte, daß
auch paradiesisch Leben findet
seine Schranken?


Donnerstag, 26. Juni 2014

Bläuling



Man kennt sie weiß und kunterbunt,
die mit den geschuppten Flügeln,
Schmetterlinge, die auf Wiesen und
die Blütenstände finden auf den Hügeln.

Ein solcher Falter, blau gefärbt,
ließ sich im Garten bei uns nieder,
war wohl vom Alkohol gestärkt.
blau schwankend kannte ich mich wieder!

(für tiergeschichten.de)

Mittwoch, 25. Juni 2014

Untiefen



Steige hinab zum Grunde deiner Gedanken,
in die Tiefen deines dir bewußten Seins,
du gründest nicht ...Gedankenwege kennen keine Schranken
auch ein hemmend Hindernis gibt ´s keins.

So dringst du ein in immer tiefere Gefilde.
Nie hättest du ein solch Erkenntnis-Loch geahnt.
Du sahst den Rahmen nur von deinem Lebensbilde
zu spät – denn niemand hat dich vor dir selbst gewarnt.

Gedanken hangeln sich an andere Geschwister.
sie pendeln, springen hin und her,
ein Wirrwarr knäult in diesem Twister,
verständlich ist es längst nicht mehr.

Dies ist der Punkt, an dem du philosophisch endest.
Du schmähst die Geister, die dich riefen.
Indem du dich vom Intellekt abwendest
ersehnst du Frieden in der Welt der Untiefen!

Dienstag, 24. Juni 2014

Sich selbst getäuscht



Gefolgt bin ich dem Ruf der Liebe,
dem Puls, der unnachgiebig schlagend schnell.
Der Wahn war kurz, daß alles so verbliebe,
die Welt des Augenblicks erschien mir strahlend hell.

Vermeintlich konnte ich das Glück mit Händen fassen.
Auf weiche Wolke Seligkeit wurd ich gehoben.
In meinem Rausch hab ich mich fallen lasssen
aus einem Hochgefühl von ganz weit oben.

Der Aufprall hart – zersplittert alles Glück,
nicht Liebe war es, es war Selbstbetrug
und aus dem Himmel aller Seligkeit zurück
zerbrach mein Selbstgefühl wie ein tönerner Krug.