Mittwoch, 31. Dezember 2014
Das große Dilemma
Der Mensch ist ein gar seltsam Wesen,
zwar kann er schreiben, rechnen, lesen,
doch tief im Innern sitzt ein Kern,
der hält ihn vom Sozialen fern.
Und dieser Kern kennt kein Gewissen,
auf Ethik wird schon lang gesch...,
denn als der Mensch im Urwald hauste,
im Laufschritt durch die Steppe brauste,
da ging es nur ums Überleben.
Das hat Natur ihm mitgegeben!
Dann legte sich Verstand darüber,
doch ist der Kern noch nicht hinüber.
Der wühlt sich frei, verdrängt den Geist,
den man inzwischen göttlich heißt.
Und so entsteht im Zeitensprung
die nahe Götterdämmerung.
Der Mensch erfährt es leider täglich,
daß GEIST und er sind unverträglich
Sonntag, 28. Dezember 2014
Das Ende des Jahres 2014
Das Jahr hat wenig noch zu bieten.
Zwei Tage noch, dann ist ´s Vergangenheit.
Ganz allgemein zog die gesamte Menschheit Nieten,
hat sich von ihrem Unglück nicht befreit.
Ein Flüchtlingsstrom ergoß sich in die Welt
von Armut, Krieg und Despotie gespeist,
Uneinigkeit und Ignoranz am Fließen ihn erhält.
so werden Kultur und Länder ausgelöscht, verwaist.
Du altes Jahr, hast große Last gebracht.
Sei friedlich nun in deinen letzten Stunden.
Das Buch, von dir geschrieben, wird nun zugemacht,
dein Abschied als Erleichterung empfunden!
Freitag, 26. Dezember 2014
Nachwehen
Schon der zweite Weihnachtstag
läßt die Feierlichkeit abklingen.
Nur ganz vereinzelt hört man
fromme Lieder singen.
Der Alltag beginnt mit dem zwölfer
Glockenschlag.
Der Hauch von Weihnacht ist verweht.
Nun wird auch der Weihnachtsbaum verbannt.
Streng Gläubige werden daran erkannt,
daß bis zum Königstag er in den Stuben steht.
Auch die Krippe packt man wieder ein,
mit heiliger Familie, Schafen , Ochsen.
Nur bei den griechisch Orthodoxen
setzt Weihnachten im neuen Jahr jetzt ein.
So ist der Glaube auch den Zeiten unterworfen,
wie Religionen auch dem Zufall unterliegen.
So lang´ sie nicht mit Mord und Kriegen
verbunden sind gibt’s in der Welt noch Hoffen!
Montag, 22. Dezember 2014
her mit der Wünsche(l)-Rute
Ganz Deutschland wünscht sich weiße Weihnacht,
des Diamantstaubs weiße Pracht.
Fürs Auge Puderzuckerguß
und für Gemütlichkeit Genuß.
„So seid ihr“ – der St. Peter höhnt,
„mit nichts zufrieden und verwöhnt.
Wollt Regen nicht, nur Sonnenstrahlen,
ihr möchtet euch das Wetter malen,
am liebsten auch den schönen Winter,
verzogen seid ihr wie die Kinder.
Erfreut Euch am gemäßt ´gen Klima,
ihr lebt hier sicher und auch prima!“
Das also wa r ´s
Und wieder hat die Weihnachtsmaus
die Plätzchen weg geknabbert!
Geschmeckt hat ´s ihr, denn es sieht aus
als wenn das Krümelmonster sabbert!
Nicht zu verstehen ist ´s jedoch,
die Dose hat kein winzig Loch,
verschlossen ist der Deckel auch.
Ich rätsel, stehe auf dem Schlauch!
Doch wie ich so ins Bett mich schleich´
da kommt mir die Erkenntnis gleich:
Wer niemals Keks im Bette aß,
weiß nicht wie Krümel pieksen –
das also war ´s!
Sonntag, 21. Dezember 2014
Adventskranz-Brände
Man fragt sich, ist es das wohl wert,
wenn man die Schreckensnachricht erfährt:
die Wohnungsbrände häufen sich,
die Schicksale sind fürchterlich.
Es brennen Häuser, Wohnungen, Heime
das Gas CO erstickt im Keime
die Bewohner Mensch und Tier
nicht wert ist´s, daß durch Vergeßlichkeit man
Heim und Leben verlier.
Es brennen die Kerzen am Kranze nieder,
vergessen sind sie, nachdem die Lieder
der Weihnachtstimmung sind verklungen!
Die Flammen lodern...für immer ausgesungen!
Gebt acht, ihr Lieben und Nachbarn mein,
es sollte vor Weihnacht kein Unglück mehr sein!
Gönnt Wehrleuten Ruhe und dem Florian,
löscht Kerzen rechtzeitig und zündet nichts an!
Samstag, 20. Dezember 2014
Nichts hilft
Den Weg, den man alleine geht,
wenn kalter Hauch ums Herze weht,
weh, wer sich sträubt in Unwilligkeit,
zu seinem letzten Abschied nicht bereit!
Zähes Beharren, halten, klammern,
nicht Tränenfluten, nicht das Jammern
hält je vom letzten, ernsten Schritt
hinaus ins Totenreich zurück!
Das Erdendasein ist nur eine Illusion,
denn von Geburt ist man zum Tode schon
verurteilt. Man lebt hier seine Zeit nur ab,
ein Experiment – das Zwischenspiel von
der Geburt bis in das Grab!
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