Dienstag, 30. Juni 2015

Vergleichsweise unzufrieden?


Im Früher sieht man heute vieles
weit besser als es derzeit ist.
Das ist des Zeitenspiegels List,
der blind geworden gaukelt dieses.

W I R leben in dem Paradies auf Erden,
wenngleich noch einiges nicht erreicht.
Was, wenn uns wer verführerisch den
Apfel reicht?
Sollt dann der Zustand so wie früher werden?

Sonntag, 28. Juni 2015

Wohl bekomm ´s

(für tiergeschichten.de)

Ein Python schluckt ein Stachelschwein
würgt es in Gänze in sich rein
und legt sich hin es zu verdauen.
Neugierig Menschen ihm zuschauen.
Der Python fühlt sich irritiert
beim Verdauen er sich deshalb ziet.
Gerät darüber sehr in Streß
ganz schlecht bei einem derart Freß!
Er würgt, versucht das Stachelschwein
dort auszuscheiden wo ´s hinein.
doch stellen sich die Stacheln quer
und quälen unseren Python sehr.
Die Beute hakt, will nicht hinaus
nach Qualvoll Stunden ist es aus.
Der Tod ereilt die Würgeschlange,
es dauerte nur schrecklich lange
Fazit:
Schau niemals zu wenn wer verdaut,
weil ´s dem dann auf´s Gedärm durchhaut!

Zukunft verspielt



am Horizont ein Silberstreif
der Hoffnung auf Vernunft!
Zu früh gefreut – der Mensch unreif
verspielt mutwillig die Zukunft.

Im Machterhalt sah man das Glück
im unbedachten Stolz
man wies die Hilfen stets zurück
auch Dummheit wächst am selben Holz!


Vertrauen liegt zertrümmert da
man rief die falschen Geister.
Was nun geschieht – schon längst geschah,
die Taschenspieler fanden ihren Meister.

Was bleibt im griechisch Trauerspiel
sind Menschen die verarmen.
Das war doch nicht des Volkes Ziel!
Machstreben steht nicht für Erbarmen.

Wie immer die Tragödie endet,
ob man dafür – dagegen ist
Europa wurd` ein falsches Signal gesendet
für Einigkeit die letzte Frist!

Samstag, 27. Juni 2015

Auf Abwegen

Auf Abwegen

Des Einen Leid
des Anderen Freud
das Individuum
wird nie gescheit
Stets gibt ´s Verlierer
stets gibt ´s Sieger
Im Leben ist man
immer Krieger
gewollt hat dieses
die Natur
zur Selbsterhaltung
der Kreatur
Moral und Ethik
sind Erfindung
auf die sich
die Gemeinschaft gründet.
Das heißt VERNUNFT
und dienst allein
dem Eigennutz
nur kann es sein
daß Dummheit
die Vernunft zerstört
so wird Gescheites
überhört –
man wittert nur
den Augenblick
im Volksmund
heißt das POLITIK
Man nimmt das hin
als „Gott gegeben“
Menschen auf Abwegen!

Freitag, 26. Juni 2015

auf gute Nachbarschaft



Es treffen sich zwei Hunde
zu einer Pinkelrunde
beim Nachbarn um die Ecke.
sie strullen freudig in die Hecke,
die schön geschnitten und gepflegt
vom Nachbarn gärtnerisch gehegt.
Zunichte macht der Harnstoffguß,
was hier als Zierde dienen muß.
Harnsäure und Calziumsalz
vernichtet Pflanzen jedenfalls.
die Hunde können dies nicht wissen,
doch der Besitzer läßt sie pissen
und zwar am liebsten grade dann,
wenn Nachbar sie nicht hindern kann.
ein Streit entsteht – es ist geboten
Vermittlung. Nun die Hunde koten
auch noch vor Nachbars Tür.
die Hunde können nichts dafür
und der Besitzer hämisch denkt:
„Den hab´ ich ´s gründlich eingeschenkt!“
Es wär zum „Junge-Hunde-kriegen“
lebt mit dem Nachbarn man im Frieden!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Still geworden



Vorbei die Zeiten in denen ich Gespräche
an mich riß
wo die Präsens für mich so wichtig war
ich war in Unterhaltsamkeit ein Star
so sah ich es...doch ich bin mir nicht ganz gewiss.

Nachdenklich bin ich nun geworden,
so manche Freunde verließen diese Welt
der Kreis wird kleiner und die Stimmung fällt,
bei dem Zusammensein kein freudig Überborden.

Still bin ich. Gedenke wie es mit Euch wohl gewesen.
Die Traurigkeit sitzt immer mit am Tisch,
so sind gequälte Scherze und Witzchen nicht mehr frisch,
das Schicksal spielt nicht und macht kurzes Federlesen!

Es ist still geworden auch in mir drin,
die Schwermut ist kein wohl gelittener Gast
die Ausgelasssenheit dahin und fast
seh ich in diesem Kreis kaum noch den Sinn!

Dienstag, 23. Juni 2015

Meinesgleichen


Die Einkaufsstraße überfüllt
es herrscht beängstigendes Gedränge
so daß im Strom der Menschenmenge
durch puffen stoßen schieben man sich durchgewühlt.

Das Ziel ist klar, man will zu Einkaufsquelle,
will „shoppen“ wie es nun auf Neudeutsch heißt
in dem Gewühl so eingeschweißt
befürchtet man nicht früh genug zur Stelle

um angebotene Schnäppchen zu erbeuten,
denn dieses „Mehr-zu-haben“, dies unersättlich Streben
scheint offenbar der einzige Sinn im Leben
die wahre Religion von manchen Leuten.

Im materiellen Sumpf bis zu dem Hals versunken
bis Oberkante Unterlippe doch die Augen frei
scheint drohend Untergang wohl einerlei
man sieht ja noch! Der Wohlstand macht uns trunken.

Und ich, der ich moralisch mich entrüste
reihe mich nahtlos in dies Verhalten ein
warum sollte ich wohl anders sein –
vielleicht weil ich es heuchlerisch wohl besser wüßte?