Samstag, 30. Juli 2016

Trübe


Der Himmel dunkelt zusehens ein
Graue Wolken überdecken Blau
Ein Abbild aus dem Leben könnt ´es sein
Nach blauen Stunden überwiegt das Grau

Dies ist die Farbe trüber Stimmung
es ziehen Gewitterwolken auf
Freude, Lust und Lebensschwung
gebremst durch Grieselgrau in ihrem Lauf

So nehm ich ´s als vorübergehend hin,
wie wetterwendig sich der Himmel zeigt
Ich weiß, daß ich genauso launisch bin
und auch dem Trübsal häufig zugeneigt

Donnerstag, 28. Juli 2016

Integration einmal anders

Integration einmal anders

Vor 70 Jahren hat man nicht gefragt,
als die Besatzungsmacht getagt
und mirnichts dirnichts aus drei Regionen
der Preußen eine einz´ge machte. Nun wohnen
Rheinländer, Lipper, Westfalen in NRW
und niemanden tut dies besonders weh!
Man lernte mit Dialekten umzugehen
und einander zu verstehen.
Kein Bombenanschlag kein Attentat
von dem man je gehöret hat.
Und weil dies alles gut gelang
war uns vor Flüchtlingen nicht bang!
Ob Katholiken, Protestanten,
ob, Religionen, die wir hier nicht kannten
sie lebten und sie leben hier –
genießen Kölsch und Pilsener Bier.
Und einem jeden wird bewußter:
was angestrebt Arminius der Cherusker!
Mit dem als Vorfahr ich noch prahle,
ich Hauspoet, der Ost-Westfale!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Schwüle


Die Nächte schweißtreibender Schwüle:
seit Tagen sind die nun passé.
verdrängt durch jene angenehme Kühle,
die mir behagt. Doch ich gesteh`

die Sommerwärme hatte ich herbei gesehnt
mit trockner Luft und nicht die tropisch Feuchtigkeit
unter der ich schwitzend hab´ gestöhnt
in der sich Unlust machte breit.

Im Bett die Kissen nur zerwühlt.
An ruhigen Schlaf war nicht zu denken
kein Luftzug, der den Körper kühlt,
frei von Gedanken, die ablenken.

Die Mattigkeit erfüllte jeden Tag
der lustlos so gebraucht erschien.
Der Sommer, so wie ich ihn mag,
der war es nicht, der ist dahin!

Dienstag, 26. Juli 2016

Türkei und Demokratie



Stumpf geworden ist des Wortes Schwert
schartig geschlagen im Kampfe gegen Lügen.
Der Wahrheit Stahl hatte sich nicht bewährt,
das Volk wird sich ins Unvermeidliche fügen

Nicht Freiheitsschrei hallt durch die Straßen
man hört statt dessen frenetisches Gebrüll
von jenen aufgepeitschten Massen –
so wie es der Diktator will.

Leicht ist es den bildungsfernen Schichten
die Diktatur auf dem Tablett zu reichen
auch weil die Angst verbietet hier zu richten.
Durch Folter wird der letzte Widerspruch noch weichen!


Der nervt!

(für tiergeschichten.de)

In Brandenburg, da kann man ´s sehen,
kein Märchen ist ´s vom Adebar.
In Wirklichkeit ist es wohl wahr,
man sieht ihn vor den Fenstern stehen.

Ganz höflich klopft er dorten an,
denn Heizkamine gibt ´s nicht mehr,
der Storch indes vermißt sie sehr,
weil er dadurch nicht liefern kann!

So klopft er ständig an die Scheiben,
was die Bewohner wohl erbost,
sie hatten keine Kinder ausgelost.
Kein Fenster öffnet sich – sie lassen ´s bleiben

Ach Adebar, der du verschmäht
in Brandenburg so Menschen leer,
da gibt es junges Volk kaum mehr.
So Kommst du dort wohl reichlich spät!

Der Sommer flieht bald –
flieh auch du!!
Die Fenster bleiben hier nur zu,
kein Zucker lockt für Aufenthalt.

Montag, 25. Juli 2016

Man muß nicht meiner Meinung sein...


Es war schwer mich damit abzufinden
ich kann es richtig nicht begründen,
warum der uns eigene Verstand
trotzdem hier keine Heimat fand.

Nun habe ich mich abgefunden:
nachdem er aus der Welt verschwunden.
Die Suche nach Verstand vergeblich
und deshalb für mich unerheblich.

Nichts rührt mich was die Menschheit tut.
Nichts ficht mich an mehr, so ist ´s gut,
sonst würde ich total verrückt –
Der Schöpfung ist der Mensch mißglückt!

Weil die Erkenntnis mich erreicht
da fällt es mir inzwischen leicht
verständnislos mich zu bewegen,
Groll gegen „Schöpfergeist“ zu hegen!

Der Mensch hat keine Schuld ansich
benimmt er sich auch fürchterlich.
Verstand hat er zwar mitbekommen
doch Halbwertzeit hat einiges genommen!

Sonntag, 24. Juli 2016

Im Netz


Zu viel Geheimnis-Krämerei,
zu viel im öffentlichen Vertuschen.
Ein jeder kann nach der Verschwörung suchen,
die seinem Glauben und Verhalten nützlich sei!

Und die „sozialen Medien“ befeuern
ohne Sinn und schädigen Gemeines Wohl
Landfrieden, weil die Köpfe ganz besonders hohl
von lauter Blödheit sind gesteuert.

Es zwitschern in dem Netz gefangen
die schrägsten Vögel schrill und laut
sie können anderes mit ihrer Zeit nicht anfangen
und niemand da, der ihnen auf die Schnäbel haut!