Dienstag, 31. Januar 2012

zu gut erzogen...

Manchmal kullerts, zwackts im Bauch,
schmerzen tut ´ s ein bißchen auch.
Man sich beim Eilen seltsam windet
und froh ist, wenn man sie schnell findet

die Tür mit den zwei Nullen drauf.
Dort geht’s hin im Dauerlauf,
wo man weiße Porzellan-
Schüsseln brachte „dafür“ an.

Und mit eleganten Schwung
verschafft man sich Erleichterung.
Diese weicht – man derbe flucht,
weil man ´s Papier vergeblich sucht.

Da der Mensch im Grunde reinlich,
ist ihm dies besonders peinlich.
Peinlich wär das weitere Schreiben,
laß es gut erzogen bleiben!

Urmutter der Pferde

Die Urmutter all unserer heutigen Zossen
ist vor 140 tausend Jahren entsprossen,
lebte in Asien auf saftigen Wiesen,
was man nun genetisch nachgewiesen.


ich finde das toll – die Mutter der Pferde
weilte schon damals auf der Erde.
Stutzig macht mich, weil ichs nicht gerafft,
wer ist verantwortlich für die Vaterschaft?

War ´s Zeus, der Erfinder der Sodomie?
Ich denke erfahren werden wir ´s nie!
Zeus war doch der Griechen Göttervater
und die spielen doch heute noch Theater!

Montag, 30. Januar 2012

Schellente

Schell-Ente mit „c“ geschrieben,
daher auch nicht Öl verschmiert,
hat besondere Vorlieben,
zum Beispiel sie im Baum kampiert.

Wo sie auch ihr Nest errichtet,
denn sie ist kein Bodenbrüter,
deshalb man ´s im Schilf nicht sichtet,
das weiß jeder Vogelhüter.

Schellen jedoch tut sie nicht,
jene sonderliche Ente,
sieht´s trotz Namens nicht als Pflicht,
selbst wenn sie auch läuten könnte!

Hat sie also nicht verdient
ihren Namen? Besser wüßte
jeder es, der schon als Kind
vertraut ist mit der Ostsee-Küste.

Farbige Traditionen

Deutschland und sein Grünkohlessen
Wurst und Pinkel nicht vergessen
je nach Landstrich oder Stadt
jeder sein Rezept wohl hat.

Überall zu dieser Zeit
macht sich Grünkohlessen breit
auf diversen Speisenkarten.
Vereine könnens kaum erwarten

laden ein um ihre Kassen
aufzufüllen. Und in Massen
strömt man zur Lokalität
ehe es dafür zu spät.

Denn wenn erst der Frost verschwindet
gibt’s den Kohl nicht. Dann verkündet
man schon bald die Spargelzeit.
Spargel macht sich wieder breit

und auf all den Speisenkarten
kann man –wider all Erwarten-
„Heute wieder Spargelessen“
wie ´s im letzten Jahr gewesen.

Der brave Deutsche nicht vergißt,
was aus Tradition man ißt.(ist)
Ob grün, ob braun, ob rote Grütze
auch schwarz ist Michels Zipfelmütze.

Sonntag, 29. Januar 2012

Bestandsregulierung

In dem Eichenwald-Bestand
das Wildschwein reichlich Nahrung fand.
Wühlte auch nach fetten Maden,
Proteine könn´ nicht schaden!

Durch die ganze Wühlarbeit
keimten Eicheln mit der Zeit
in der Humus reichen Erde,
daß daraus ein Hochwald werde.

so nützlich ist die wilde Sau
und der Förster weiß ´s genau.
Maisanbau auf der Feldern
lockt die Wurzen aus den Wäldern.

Das Nahrungs-Überangebot
aber ist des Frischlings Tod.
es gibt bei uns zu viele Sauen
und die Jäger müssen schauen,
daß der Schaden, der anfällt
sich in engen Grenzen hält.

Um die Rotten klein zu kriegen,
bleiben die im Schusse liegen,
die vielleicht ein Jahr und Jünger,
zuckt des Jägers Zeigefinder!

Samstag, 28. Januar 2012

Ein besonderer Brite

Touristisch unabdingbar Muß
ist der Affenfelsen von Gibraltar.
Wo der macana sylvanus
sich aufhält und schon lange da war.

Magot, so wird er auch genannt,
ist von Natur jedoch nicht lieb.
Kaum, daß man sich ihm abgewandt,
entpuppt er sich als Strolch und Dieb.

Man schimpft mit ihm und zwar recht barsch,
er hätte kein Benehmen,
ihn kümmerts nicht, zeigt dir den Arsch
und wird sich auch nicht schämen.

Man kann ihn scheuchen, kann ihn hetzen,
ihn stört das nicht, den Berber-Briten.
er wird den Fels ewig besetzen,
da hilft auch nicht der Spanier Bitten!

Traumgespinste

Träume sind die parallele Wirklichkeit.
sie schleichen sich ganz heimlich in das Leben
und wollen scheinbar freundlich dir das geben,
wozu die rauhe Welt nicht ist bereit.

Nur Vorsicht, träum nicht an dir selbst vorbei,
denn es erwartet dich ein bös´ Erwachen,
wenn Andere sich darüber lustig machen,
geht deine Traumwelt rasch entzwei.

Vielleicht erschreckt dich jener Traum,
der nachts im Schlaf dich überfällt.
Ein Blitzgewitter der realen Welt,
das hilft, das Unverdaute zu verdauen!