Falsch verbunden
Ich geb ´es zu, ganz unumwunden,
mich ärgert jenes „falsch verbunden“,
wenn ich zum Telefon gerannt
und wer den Irrtum hat erkannt.
Verbindung wird nicht hergestellt,
wenn ´s Fräulein noch den Stöpsel hält.
Auch das Relais, das damals klickte,
man längst zum alten Eisen schickte.
Was bleibt ist nur das falsche Wählen,
man muß auch dabei sich nicht quälen
und eine Scheibe langsam dreh´n.
Nein, heute geht es ganz bequem
mit Tasten, die man einfach drückt.
Da spielt dann kein Relais verrückt:
man hat sich einfach nur verwählt!
Weiß nicht warum man sich so quält
dies unumwunden zuzugeben?
Jedoch so ist es heut im Leben,
so mancher trifft die falsche Wahl,
nur zuzugeben wär fatal.
Montag, 22. Dezember 2008
Samstag, 20. Dezember 2008
Verbraucht
Ich will hier raus,
halt ´s nicht mehr aus
dachte sich die Tannenlaus.
*
Im Kerzenschein
da schrumpf ich ein,
das ist gemein!
*
Für´n Weihnachtsbaum
im kleinen Raum
war ´s wie ein Traum.
*
Doch bald ruck-zuck
war ´s aus mit schmuck
er fand´ s ein starkes Stuck.
*
Man warf ihn raus
schnell aus dem Haus,
das war für beide der Garaus.
*
Ich hab gehört,
dass es sehr stört,
wenn wer wie wo nicht hergehört!
Ich will hier raus,
halt ´s nicht mehr aus
dachte sich die Tannenlaus.
*
Im Kerzenschein
da schrumpf ich ein,
das ist gemein!
*
Für´n Weihnachtsbaum
im kleinen Raum
war ´s wie ein Traum.
*
Doch bald ruck-zuck
war ´s aus mit schmuck
er fand´ s ein starkes Stuck.
*
Man warf ihn raus
schnell aus dem Haus,
das war für beide der Garaus.
*
Ich hab gehört,
dass es sehr stört,
wenn wer wie wo nicht hergehört!
Freitag, 19. Dezember 2008
Donnerstag, 18. Dezember 2008
Zärtlichkeit
Spürst du die zarte Hand,
die deine Wange streichelt,
hast du den Hauch erkannt,
der deinen Nacken sanft umschmeichelt,
den leichten, festen Händedruck
als deine Hand sich in die meine schmiegte,
wie meine Lippen an dem Krug,
wo deine weilten,
jene Stelle noch berührten,
und ein Gefühl wohl jedes andere besiegte
als plötzlich meine Sinne spürten,
was er vollbringt in rastlos, schwerer Zeit,
vergessen oftmals – jener Hauch von Zärtlichkeit?
Spürst du die zarte Hand,
die deine Wange streichelt,
hast du den Hauch erkannt,
der deinen Nacken sanft umschmeichelt,
den leichten, festen Händedruck
als deine Hand sich in die meine schmiegte,
wie meine Lippen an dem Krug,
wo deine weilten,
jene Stelle noch berührten,
und ein Gefühl wohl jedes andere besiegte
als plötzlich meine Sinne spürten,
was er vollbringt in rastlos, schwerer Zeit,
vergessen oftmals – jener Hauch von Zärtlichkeit?
Mittwoch, 17. Dezember 2008
Nicht immer schmerzlich
Schmerzlich ist das Abschiednehmen,
Tränen in den Augen stehen:
manchmal gibt´s kein Wiedersehen,
deshalb muß man sich nicht schämen.
*
Doch es gibt gewisse Schmerzen,
die sind oftmals vorgespielt
und auf lästige Besucher demzufolge abgezielt.
wünscht man deren Abschied doch von Herzen.
*
Auch von Schulden nimmt man gern
Abschied ohne groß Bedauern,
weil die Gläubiger nicht mehr lauern
und die Sorgen nunmehr fern.
*
Abschied, Trennung- wie man´s nimmt,
auf die Tränendrüsen drücken
hinterlässt ausschließlich Lücken,
wenn auch das Gefühl dann stimmt!
Schmerzlich ist das Abschiednehmen,
Tränen in den Augen stehen:
manchmal gibt´s kein Wiedersehen,
deshalb muß man sich nicht schämen.
*
Doch es gibt gewisse Schmerzen,
die sind oftmals vorgespielt
und auf lästige Besucher demzufolge abgezielt.
wünscht man deren Abschied doch von Herzen.
*
Auch von Schulden nimmt man gern
Abschied ohne groß Bedauern,
weil die Gläubiger nicht mehr lauern
und die Sorgen nunmehr fern.
*
Abschied, Trennung- wie man´s nimmt,
auf die Tränendrüsen drücken
hinterlässt ausschließlich Lücken,
wenn auch das Gefühl dann stimmt!
Bepackt
Es war eines jener Feste,
an denen man Geschenke macht
und so ist es auch das Beste
besorgt man sie vor Heil´ger Nacht.
Das Grautier ist herausgeputzt
es ist zum Aufbruch nun bereit,
zum Tragen wird es heut benutzt,
los geht es, denn nun wird es Zeit.
Auf den Märkten viel Gedränge,
doch das Grautier wird bepackt
wegen jener drängend Enge
es nicht in die Knie sackt.
Endlich ist das Geld am Ende,
so endet auch die Packerei
und der Eseltreiber fände,
dass es Zeit zum Aufbruch sei.
Schwer beladen geht ´s nach Hause:
Grautier hat sie sich erworben
eine kleine Ruhepause,
sonst wär es vielleicht verstorben.
Hätte Grautier lange Ohren
und vier Beine und ´nen Schweif,
wär es nicht als Mensch geboren
und sein Rücken nicht so steif!
Es war eines jener Feste,
an denen man Geschenke macht
und so ist es auch das Beste
besorgt man sie vor Heil´ger Nacht.
Das Grautier ist herausgeputzt
es ist zum Aufbruch nun bereit,
zum Tragen wird es heut benutzt,
los geht es, denn nun wird es Zeit.
Auf den Märkten viel Gedränge,
doch das Grautier wird bepackt
wegen jener drängend Enge
es nicht in die Knie sackt.
Endlich ist das Geld am Ende,
so endet auch die Packerei
und der Eseltreiber fände,
dass es Zeit zum Aufbruch sei.
Schwer beladen geht ´s nach Hause:
Grautier hat sie sich erworben
eine kleine Ruhepause,
sonst wär es vielleicht verstorben.
Hätte Grautier lange Ohren
und vier Beine und ´nen Schweif,
wär es nicht als Mensch geboren
und sein Rücken nicht so steif!
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