Montag, 9. Januar 2012

UngleicheVermehrung

Es liegt im Rhein versunken
der Nibelungen Gold.
so tief ist es gesunken,
kein Mensch es je sich holt.

Von Hagens finst´rn Taten
die Mythen noch berichten,
die Rache wollt nicht warten,
bluttriefend die Geschichten.

Es war nicht Gier nach Gold,
die in die Katastrophe führte,
auch Liebe nicht, die uns so hold:
nein Rache Kriemhilds Herz verführte!

Versunken ewig ist der Hort,
läßt scih auch nicht ersetzen.
Nur Rache setzt sich ständig fort
zu unserem Entsetzen!

Verschwörungstheorien

Es gibt Verschwörungstheorien,
die voller Irrsinn sind gespickt,
sich durch Jahrhunderte hinziehen
als hätt´ der Teufel sie geschickt.

Von Nostradamus weiser Sagung
hin zu den Septembertagen
in denen Terror auf der Tagung:
nicht galt es hier zu hinterfragen!

So geht die Welt noch morgen unter,
die Mayas rechneten es aus,
der Eine bleibt dabei ganz munter,
der Andre traut sich nicht vors Haus.

Verschwörung wittert mancher nur,
weil sensations- getrieben,
das liegt bei ihm in der Natur:
Leute gibt’s, die ´s Grauen lieben.

Wer hinterfragt schon die Gerüchte
von Interessierten in die Welt gesetzt.
Sie fabulierten einfach die Geschichte
aus Freude, wenn man sich entsetzt!

Weltgrösste Tiergeschichtensammlung » Bücher » Hans Witteborg: Vom Ufer aus – Gedichte

Weltgrösste Tiergeschichtensammlung » Bücher » Hans Witteborg: Vom Ufer aus – Gedichte

Sonntag, 8. Januar 2012

Der Straßen Leo

Auch gestern wieder war zu lesen,
das Raubtier sei ein schlimmes Wesen,
weshalb man einen Leopard
durch Dehlis Stadt gejaget hat.

Denn dieser, weil er wart vertrieben
nicht in dem Urwald war geblieben.
Er deshalb in der Stadt „verkehrte“
und gegen Prügel sich dort wehrte.

Vier Menschen hat er dort verletzt.
Aus Blutgier? Nein, er wurd´ gehetzt.
Ein Leopard wirkt nur apart,
wenn man aus ihm ´nen Mantel hat!

So leb denn wohl...

So leb denn wohl...

was unverzichtbar ich empfand,
ich festhielt, daß es stetig mich begleitet,
das ich als nöt´ges Unterpfand,
mir als mein Daseins-Sinn bereitet.

so leb denn wohl...
ich gab dich auf - es war Verrat,
daß ich dem hohen Anspruch, der gesetzt
durchbrach in dem ich Tat für Tat
mein oberstes Gesetz verletzt.

So leb denn wohl...
da Anspruch durch die Wirklichkeit verdrängt,
mir diese Abschiedsworte bleiben
für dich MORAL, die ich so hoch gehängt,
an der sich andere Leute reiben!

Samstag, 7. Januar 2012

Rassismus und Ausgrenzug

Es gibt in dem Naturgeschehen
recht viele Arten – so gesehen
ist homo sapiens in der Masse
ein winzig Teil ´ne eigene Rasse.

Der Ausdruck „Rasse“ – nicht korrekt-
weil keine Art dahinter steckt.
Doch ist Rassismus sehr verbreitet,
er ist vom Menschen abgeleitet.

Die Einteilung und das Sortieren
in zu und aus konkretisieren,
war nicht der Schöpfung hehres Ziel,
den Menschen kümmert das nicht viel!

Er nimmt die Freiheit zu bestimmen
und auf ein Ideal zu trimmen,
was nichts mit Gott zu tun hat.
Deshalb ist man Religion auch satt!

Die Prediger, gleich welch „Couleur“
sind unglaubwürdig, machen ´s schwer,
dem Menschen, der nach Gutem strebt,
weil´ s die Religion nicht vorgelebt.

Freitag, 6. Januar 2012

Wandlung

Zauberhaft, entzückend, süß
Englein wie im Paradies
und dann erst die Fingerlein,
kann nur Mamas Baby sein!

Ach, wie nett – bist du schon groß,
saßt gestern noch auf meinem Schoß
und so schönes blondes Haar,
deine Locken: wunderbar.

Oh, wie schnell die Zeit vergeht,
eine Dame vor mir steht.
Und so klug die junge Frau,
kennt das Leben schon genau.

Ja, sie kennt bereits das Leben,
wenn die Freier „Knete“ geben,
voll Verachtung mancher spricht,
„tolles Weib, doch Englein nicht.“