Samstag, 8. September 2012
Seit wann heißt die Lippe "Isar"?
Es steht ein Zelt in Dorfes Mitten
und eben wird zur Tat geschritten,
um das Oktoberfest zu feiern,
doch sind wir durchaus nicht in Bayern!
Ein Brauchtum von der Münchner Wiesn
will man in Lippborg hier genießen.
Im Dirndl und auch krach-geledert
ist jeder Arsch gut abgefedert.
Doch von den Hosen bleibt nur Krach
und MUSI, die nur jedem Ach
und Weh im Ohr verspricht –
hoast mi – so was glaubt man nicht.
Was Einheimischen und ZUAGEREISTEN,
die Weißwürstl und Hendl speisten,
wohl in die Köpfe ist geraten –
den Lippetaler Brauchtums-Piraten!
Farbig
Des Menschen Haut kann farbig sein
von dunkel-schwarz bis kaffee-braun
auch weiß und gelb und rötlich Schein,
ganz wie die Gene sich aufbauen.
Wie schön, daß es die Vielfalt gibt!
Und so bunt auch ist die Kultur,
ein froher Mensch die Farben liebt,
denn farbig ist auch die Natur!
Allein, wenn jemand farblos ist
so vom Charakter her,
dann hilft auch Farbe nicht als List
sie aufzutragen. `s nützt nichts mehr.
Auch wer in unserer bunten Welt
sich farblich abgrenzt, überhebt,
wer also sich nur selbst gefällt,
dem nicht die Hand zur Freundschaft gebt!
Freitag, 7. September 2012
Das ist zu blöde
Wenn grau das Haar
und tief die Falten,
ist nichts mehr wie es früher
war.
Ich möchte die Zeit
aufhalten.
Man staunt, wie schnell
die Zeit so rennt
doch weiß es jedermann,
daß sie nicht zwischenzeitlich
pennt
nur rennen ist es was
sie kann!
Man schließt zu ihr im
Dauerlauf
ganz unermüdlich automatisch
und ohne Überlegung auf
und wird sich selber
unsympathisch!
Wer solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr!
Wie bunt man das Papier bedruckt
und dann mit einer Zahl versieht.
Der Bürger mit der Schulter zuckt,
wenn das zu häufig wird, ist ´s Schit.
Doch Aufbegehren sinnlos ist –
wer Schulden macht, dem kommt´s entgegen.
Das Buntpapier die Werte frißt,
Politik ist der Spekulation erlegen.
Das Wohl des Bürgers ist egal –
man achtet voll Vertrauen
auf seine eigne Wiederwahl,
die Banken freut ´s die schlauen!
Der Michel hat das Sagen nicht,
ihn drückt auch schwere Schuld,
und aus der fremden Länder Sicht
hatten die mit ihm zu viel Geduld.
Wie Phönix aus der Asche kam
aus Trümmern, Teilung gut erholt
Germania, was man übel nahm,
nun werden wir erneut versohlt!
Donnerstag, 6. September 2012
Da wird selbst die Zunge pelzig
Die Mensch-Tier Beziehung ist von einer ganz besonderen Art, die Tierversteher mögen dabei verzeihen, daß ich diese Reihenfolge gewählt habe und nicht ihrer Meinung nach von der Tier-Mensch Beziehung rede.
Seit der Vertreibung aus dem Paradies gibt es Hass oder auch nur Scheu z.B. vor Schlangen. Man fürchtet sie oder ekelt sich einfach vor ihnen – meist Frauen mehr als Männer – kommt das daher, daß Adam von dem Apfel entschieden mehr hatte als Eva? Heißt es doch: und der Adam hat den Apfel g´fressen und die Eva den Stiehl,
als der Adam schon fertig war, hatte Eva noch viel!
Also liegt es vielleicht an der Benachteiligung durch die listige Schlange? Nee, sagen die Psychologen. Es gibt eine Reihe anderer Tierphobien z.B. die vor Spinnen, vor Hunden oder auch Phobien aus der Angst vor Allergien wie sie von Katzenhaaren oder Insektenstichen herrühren. Derartige Abneigungen sind erklärbar wie die des Elefanten vor der Maus, der die Befürchtung hat, daß diese sich in seinem empfindlichen Rüssel breit macht. Kommen wir aber zurück zur Ausgangslage.
Es gibt Verhaltensweisen, die nicht mit Phobien sondern sagen wir eher mit einem Ekeleffekt zu tun haben
und die man nicht so ohne weiteres erklären kann. Ich spreche davon, daß es Menschen gibt, die keine Tiere anfassen können, insbesondere, wenn diese sich einen Pelz zugelegt haben. Das schüttelt sie durch als müßten sie einen Baurüttler bedienen. Ihr kennt solche bedauerlichen Menschen nicht – ihr Katzen und Hundeverehrer?
Ich aber schon! Nur verrate ich euch nicht wer das ist, rein aus datenschutz-rechtlichem Aspekt! Ich bezeichne in diesem Fall die Bedauerliche als Betroffene, damit man das Folgende weiter erzählen kann.
Es klingelt an der Haustür. Eine Betroffene steht aufgeregt vor mir und berichtet aufgelöst, es habe sich ein Tier in dem Garten verkrochen, gar fürchterlich pelzig. Eine Maus? Nein, größer! Eine Ratte vielleicht? Könnte sein!
Hatte sie einen nackten langen Schwanz? Nein, Schwanz ja, aber pelzig! Aha, sagte ich , stolz meiner Kenntnis als Jäger und betroffener einer Bilchinvasion auf unserm Dachboden gedenkend. Hatte das Tier einen langen Schwanz und die Größe einer Maus? Nein, nicht so lang aber vielleicht größer! Ein Eichhörnchen? Nein, die kenne ich doch. Katze? Nein, viel zu groß und die kenne ich auch! Mir fallen hundert und mehr Tiere ob pelzig oder nicht ein und immer heißt es: Nein, so nicht, brauner, schwärzer, kleiner, größer. Verzweiflung schier durch meine Tierunkenntnis. Ich hatte alle durch. ELEFANT? fragte ich erschöpft. Die Betroffene schaute mich ratlos an. Ich merkte, wie sie hinter ihrer Stirn die Nummer eines nahen Dachdeckermeisters rekapitulierte, damit dieser einen vermeintlichen Dachschaden bei mir beheben sollte. Man ging beidseitig unbefriedigt auseinander.
Nach einigen Tagen erhielt ich eine E-Mail. Die Betroffene hatte das Tier endgültig identifiziert und aus nächster Nähe betrachten können. Es hatte sich unter einem Gebsüsch versteckt und huschte davon bzw. flog davon.
Es gibt Drosseln, die einem einen gehörigen Schreck einjagen können. Da bleibt einem glatt die Luft weg!
Daher also der Name jener kriminellen Handlung, die man erdrosseln nennt! Da wird selbst die Zunge ganz pelzig!
Mittwoch, 5. September 2012
Alle an einem Strang
Alle ziehen an einem Seil.
Doch im Grunde ist dies peinlich,
wohin zeigt der Richtungspfeil,
darüber ist man sich nicht einig!
Mittig hoch? Mal angefangen-
geht es weder rechts noch links,
vielmehr wird dann aufgehangen
wer am Ende von dem Dings,
dem Seil an dem sie alle zerren.
Mal geht es vor und mal zurück,
wer links, wird gegen rechts sich sperren,
das Seil es hält noch. Welch ein Glück!
So aber kommt man nicht voran.
Die Spannung wird extrem erhöht.
Dann reißt das Seil so mittenmang
und alles nun zu Boden geht!
Man hat ´s erreicht: kaputt der Strang.
Man weint ob der Blessuren.
Es fragt zuletzt sich jeder bang
warum solche Mensuren?
Doch im Grunde ist dies peinlich,
wohin zeigt der Richtungspfeil,
darüber ist man sich nicht einig!
Mittig hoch? Mal angefangen-
geht es weder rechts noch links,
vielmehr wird dann aufgehangen
wer am Ende von dem Dings,
dem Seil an dem sie alle zerren.
Mal geht es vor und mal zurück,
wer links, wird gegen rechts sich sperren,
das Seil es hält noch. Welch ein Glück!
So aber kommt man nicht voran.
Die Spannung wird extrem erhöht.
Dann reißt das Seil so mittenmang
und alles nun zu Boden geht!
Man hat ´s erreicht: kaputt der Strang.
Man weint ob der Blessuren.
Es fragt zuletzt sich jeder bang
warum solche Mensuren?
Faustisch
Ich biederte mich den Göttern an,
das ging bis zum Geschenke reichen,
die Hoffnung war, daß irgendwann
ich könnte diesen Göttern gleichen.
Und es geschah – in dem Moment
der Götterdämmerung, dem Sterben
und folgerichtig war ´s am End´
an mir den Untergang zu erben!
Nie wieder steigt mein Geist empor
zu jenen göttlich, mächtigen Sphären
und hört ich auch der Engel Chor,
ich tät als wenn sie gar nicht wären!
Gleich nicht dem Abbild von dem Gott,
dem Wurme bin ich eher gleich –
ein Spielball bin ich der zum Spott
der Gottheit dient im Erdenreich!
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