Donnerstag, 5. Februar 2015

Teilung


Das ist ein Winter, der sich teilt
in Süd und Nord in Schnee und Regen
ein zweites Mal hat Deutschland Teilung
nun ereilt,
nur wird dies niemand mehr erregen!

Natur und Wetter sind bestimmt
nicht abhängig vom Menschenwillen.
Auch wenn der Mensch sich so benimmt
das Klima läßt`s ihn deutlich spüren.

Die Teilung Freud hier oder Leid
bleibt Einzelnen nicht überlassen
Es irrt der Mensch sich jederzeit,
will er für sich nur Angenehmes fassen.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Komm ich nehme dich mal mit


Komm ich nehme dich mal mit
in die kalte Winternacht,
wenn der Schnee knirscht unterm Tritt,
das Himmelszelt in Sternenpracht.

Der volle Mond streut milchig Licht
das auf die Schneekristalle fällt
und so verirren wir uns nicht
in dieser winterweißen Welt.

Da gilt ´s sich aneinander schmiegen
des anderen Körper Wärme spüren,
Wenn wir uns in den Armen liegen
uns in der Liebe Welt verlieren.

Komm ich nehme dich mal mit.
Mit dir spür ich die Kälte nicht
So Arm in Arm mit Schritt und Tritt
im milchig blassen Mondes Licht

Dienstag, 3. Februar 2015

Und täglich beißt das Murmeltier

(für tiergeschichten.de)

In Wisconsin, USA,
sagt ein Murmeltier dir wahr,
wann der Frühling Einzug hält
in der bereits verdummten Welt.

Jimmy, elf, war heuer dran,
ein echter Murmel-Schläfer-Mann.
Den hat man aus dem Schlaf gerissen,
hat darauf hin auch zugebissen

den Bürgermeister in das Ohr.
Das kam beim Grand Dog Day nie vor!
Drauf sprach besagter Bürgermeister:
„Der Brauch ist nichts als Scheibenkleister!“

Lamentieren


Am liebsten möcht´ ich fröhlich sein
in meinen alten Tagen,
doch fällt mir immer wieder ein
manch klägliches Versagen.

Das wirkt traumatisch – innerlich
verfolgt´ s mich bis zum Jetzt.
Wenngleich mir nicht erinnerlich
im einzel ´n wen ich hab verletzt.

Mein schlimmster Feind – wohl selbst
ich bin
der niemals kann verzeihen,
darum ergibt ´s auch wenig Sinn
die anderen aufzureihen.

Die Dummheit stand mir stets Palier,
verkannt hab´ ich sie noch genossen
heut stehe ich als Trottel hier,
als Pudel, der begossen!

Montag, 2. Februar 2015

Das ist sehr beliebig

(für tiergeschichten.de)


Wie heißt ein Ochse ohne Horn,
das trägt er auf dem Kopfe vorn?
Ist deshalb einer der gescheit
von allen Hörnern auch befreit?
Mitnichten auch wenn Horngezier
für Dummheit leider steht oft hier!
Hornochsen, das mag nicht gefallen
haben noch einen kompletten Kopf
vor allem!

Das war ´s dann wohl



EUROPA – grandios war die Idee
verschludert und zerstört, wie ich es seh!
Und jede noch so eingeübte Solidarität
verweht wenn ´s um den eigenen Vorteil geht.
Es wird geschimpft auf unser Land
weil ´s Geldgeschenke gab nur gegen Pfand
im Gegenzug zu den Reformen,
die anderswo schon längst die Normen.
Man spekuliert auf Schuldgefühl und
Schuldenschnitt
sieh da, schon machen alle mit –
Man schiebt uns den Schwarzen Peter zu,
dann hat man vor Reformen Ruh.
Gibt Geld aus, das man gar nicht hat
und plötzlich haben wir den Salat.
Die bösen Deutschen sind ´s gewesen
wird man dann überall auch lesen.
Nur die haben vom Euro profitiert!
Doch unsere Bürger angeschmiert!
In Frankreich nur ein Achselzucken,
die Deutschen werden nicht aufmucken,
denn endlich haben wir sie da,
wo Griechenland bis dato war.
„So nimm den Freund dir als Bürgen,
ihn magst du, entrinn´ ich erwürgen“
Was SCHILLER zu Papier gebracht,
das wurde nun mit uns gemacht.
Nur, daß die Eurostaaten flüchten.
Den „Freund“ kann man getrost vernichten!

Sonntag, 1. Februar 2015

ferner sehnsucht dunkler tiefe


horizont begrenzt
weite des sichtbaren
ende des meeres
von dort weht salziges
es kribbelt in der Nase
nackte füße auf sandigem grund
untserspült
welle auf welle
sanftes geflüster
komm zu mir
in meine stille
wo dich silberne fischlein
umspielen
zankiges Möwengekreisch
so laut und unfriedlich
ist die welt
verlockend dunkle tiefe
strömung löst den willen
spült ihn fort
sieh auch die sonne
versinkt in mir
sucht die dunkelheit
ich flechte dir eine krone
aus hoffungsgrünen Algen
friede und stille
schritte zu deren ewigkeit
lippen fangen salziges auf
salziger als das meer
bitter der nachgeschmack
der enttäuschung über sich
sonne versinkt zur nacht
in unendlich dunkle tiefe
wo alle sehnsucht endet.