Sonntag, 8. März 2015

Am Bach


Munter in dem klaren Bach
schwimmen Fischlein ohne Sorgen,
denken über gar nichts nach
denken nicht an morgen.

Glitzernd, wenn sie Mücken greifen,
trifft sie heller Sonnenstrahl,
ringelt Wasser sich zu Reifen
hier und da, ein andermal.

Forellen stehen wie erstarrt
nahe bei des Baches Rand,
Schatten gleich – das Auge narrt –
wie im Formationsverband.

Will sie mit den Händen fischen
außerhalb vom Element
sie betrachten, doch entwischen
sie dem Wesen, das so fremd!

Viele Vögel sind schon da


Seid ihr nicht ein bißchen früh?
Kranich, Storch und auch Milan,
was (zum) Kuckuck treibt euch an?
Winter hat sich grad verzogen,
Schnee im Flachland aufgetaut,
Mensch noch dick ist angezogen,
er dem Wetter noch nicht traut.
Ihr jedoch, Natur geleitet,
in den Norden es euch zieht.
Seid ihr klüger als die Menschen?
Dann ist dies das alte Lied.
Vögel, die früh heimgekehrt,
sichern sich die besten Plätze.
Früh zu sein ist nie verkehrt
wie zu spät – wie ich ´s einschätze.

Samstag, 7. März 2015

Die Größe macht ´s


Heut´ wird alles wohl gemessen
auch des Mannes bestes Stück
wird abgeglichen,
Man ist von Statistik so besessen,
daß auch vor gar nichts wird
zurückgewichen!

Ich seh´ die Männer schon mit
Maßband, Zollstöcken agieren,
hör Freudenschreie und seh tiefe
Depression:
kein Mann will schließlich sich
blamieren,
der Sex verkümmert durch der Frauen
Hohn.

Bist du ´s, der unsern Durchschnitt
hat verdorben?
Das kränkt – doch ich gestehe ein
ich hab mich nicht ums größte Stück
beworben,
dazu ist Unaussprechliches zu klein!

Die Größe macht ´s sprach da der Elefant.
Er wurde blaß als er des Wales Grinsen sah,
und er den Unterschied erkannt,
wurd ´depressiv und impotent ab da!

ist das doof!


Wenn alles mit allem zusammenhängt
und ein Übergeist aus dem Chaos lenkt,
was ist dann aus der Menschheit Sicht
deren Aufgabe – ich versteh das nicht!

Gewiß ein Kleingeist, der mir inne,
verknotet Gedanken, verwirrt mir die Sinne.
Den großen Denkern bleibt es überlassen
die Zusammenhänge ganz zu erfassen.

Doch leider sind deren Aussagen verschroben,
kein Grund sie als große Lehrmeister zu loben.
Für mich ist nur Unverständliches geblieben,
deshalb habe ich diese Zeilen geschrieben!

Freitag, 6. März 2015

Schmacht


Schmachtend sieht der Don Juan
seine Auserwählte an.
Deren Herz – es klopft ganz heftig-
Liebe scheint wohl übermächtig.

Nur das Herz – wird man jetzt fragen,
Liebe geht auch durch den Magen!
Und so kommt ´s, daß mancher einer
Schmacht verspürt. Doch leider keiner
dichtet über Bratwurstduft,
der verbreitet in der Luft.

Schmachten ist Organ bestimmt,
der eine frißt – der andere nimmt
von Herzen gern was ihm geboten
voll Leidenschaft, doch mit den Pfoten
gar ungeniert der andere speist.
Schmacht doppeldeutig sich erweist!

Überpopulation


Wenn nicht genügend Nahrung mehr,
beginnt die große Hungersnot.
So ist es beim Koala-Bär –
kein Eukalyptus folglich Hungertod.

Zu sehr hat sich der Knuddelbär
auf diese Nahrung ausgerichtet,
da Eukalyptus-Bäume weniger
sind 700 Koalas „hingerichtet“.

Oh, Mensch, der Raubbau du betrieben,
ob du mit einem Knopf im Ohr
man dich einst ebenso kann lieben,
so ausgestopft wie Teddy-Bär zuvor?

lt. einem Bericht aus Australien gibt es nur noch
unzureichende Nahrung (Eukalyptus Blätter )
Um den Hungertod zu vermeiden, wurden
700 Koalas getötet. Tod sscheint nicht
gleich Tod zu sein?

Mittwoch, 4. März 2015

Galanthus nivalis


Horch – Galanthus leicht beschwingt
im Märzenwind sein Glöcklein klingt.
Kannst es nicht hören das perce neige*
wie ´s Köpfchen neigt ein wenig schräg?
Ist Fantasie dir eingerostet,
in Winterkälte tiefgefrostet?
Schau wie das Blümlein es geschafft
zu blühen mit der Sonne Kraft!
So blüh auch du im Lenze auf
wie die Natur im Jahreslauf!

* franz. etwa Schnee durchstechend