Anthologie
oder
Hauspoet kann sich auch selbst veräppeln
Er sammelt auf der Blumenwiese
des Geistes reichlich Blüten ein
und er verflicht und windet diese
in ein Gedicht voll Seelenpein.
Es soll den Leser eng berühren
und damit so ganz nebenbei
den Dichter zur Bekanntheit führen,
denn dies ist ihm nicht einerlei.
Haben die Musen ihn geküsst,
ergreift ihn schnell die Leidenschaft
wobei er auch ganz gerne wüßt`,
ob schluchzend wer dahingerafft
von den Gefühlen und der Trauer,
von seiner Worte starken Klang;
ob über Leserrücken Schauer
erzeugt er - oder Abgesang.
Doch alles dies erfüllt´ sich nie,
gäb´s nicht die Sammlung der Gedichte
bekannt als jene Anthologie
zum Guten Ende der Geschichte.
Gepresst liegt nun der Blütenkranz
zwischen zwei Deckeln und dem Rücken
der Dichter aber schwelgt nun ganz
vor Freude und Entzücken.
Montag, 15. Dezember 2008
Unruhige Nacht
Der Schlaf stellt sich nicht ein.
Er flieht trotz seines Elements, der Dunkelheit,
vor jener Welle von Gedanken, stürmisch, breit,
die hinter stöhnend Stirn rollierend bricht herein.
*
Das „Ruhe Sanft“, das jeden Schlaf wohl ziert
und der Erquickung dient für einen neuen Tag,
es spricht nur Hohn, weil ´s sich nicht einzustellen mag,
die Ruhe sich im wirrenden Gedankenspiel verliert.
*
Doch irgendwann, zur frühen Morgendämmerung,
gibt der gequälte Geist ermüdet nach.
Die Augen fallen zu und ganz gemach
zieht Morpheus dich in seinen Schlund.
Der Schlaf stellt sich nicht ein.
Er flieht trotz seines Elements, der Dunkelheit,
vor jener Welle von Gedanken, stürmisch, breit,
die hinter stöhnend Stirn rollierend bricht herein.
*
Das „Ruhe Sanft“, das jeden Schlaf wohl ziert
und der Erquickung dient für einen neuen Tag,
es spricht nur Hohn, weil ´s sich nicht einzustellen mag,
die Ruhe sich im wirrenden Gedankenspiel verliert.
*
Doch irgendwann, zur frühen Morgendämmerung,
gibt der gequälte Geist ermüdet nach.
Die Augen fallen zu und ganz gemach
zieht Morpheus dich in seinen Schlund.
Samstag, 13. Dezember 2008
Zu dumm…
Es hatte sich ein Stern gelöst,
der bisher vor sich hingedöst
im Nebel des Andromeda,
wo es ihm langweilig wohl war.
So ging er denn auf eine Reise
als Feuerball, jedoch ganz leise,
weil durch die Leere in dem All
verhindert wird jedweder Schall.
Er drang in unser Sonn´-System.
Dem Herrgott war das nicht genehm,
weil diese Masse so rasant
für die Planeten hoch riskant.
Der Stern, den gar nichts mehr aufhält,
nimmt Kurs direkt auf unsere Welt.
Der HERR beginnt zu überlegen,
den Stern aus seiner Bahn zu fegen.
Da sieht er plötzlich mit Entsetzen
die Erde sich nun selbst zerfetzen.
Das hat der Mensch in seinem Wahn
auch ohne jenen Stern getan.
Es stand nicht in des Herrgotts Macht:
was hatte der bloß falsch gemacht,
dass dieses Unglück nun geschah,
stand doch der Mensch dem Schöpfer nah?
Nur nah sein, reichte dem nicht mehr,
er wollte göttlich sein wie ER!
Es hatte sich ein Stern gelöst,
der bisher vor sich hingedöst
im Nebel des Andromeda,
wo es ihm langweilig wohl war.
So ging er denn auf eine Reise
als Feuerball, jedoch ganz leise,
weil durch die Leere in dem All
verhindert wird jedweder Schall.
Er drang in unser Sonn´-System.
Dem Herrgott war das nicht genehm,
weil diese Masse so rasant
für die Planeten hoch riskant.
Der Stern, den gar nichts mehr aufhält,
nimmt Kurs direkt auf unsere Welt.
Der HERR beginnt zu überlegen,
den Stern aus seiner Bahn zu fegen.
Da sieht er plötzlich mit Entsetzen
die Erde sich nun selbst zerfetzen.
Das hat der Mensch in seinem Wahn
auch ohne jenen Stern getan.
Es stand nicht in des Herrgotts Macht:
was hatte der bloß falsch gemacht,
dass dieses Unglück nun geschah,
stand doch der Mensch dem Schöpfer nah?
Nur nah sein, reichte dem nicht mehr,
er wollte göttlich sein wie ER!
Donnerstag, 11. Dezember 2008
Nicht erkannte Gefahr
Der Schrei der Eule, nächtens in dem Wald,
so fürchterlich die Maus erschreckt,
dass sie sich schnell in ihrem Mauseloch versteckt,
was, weil die Eule weit entfernt, so sicherlich nicht nötig wär.
Doch käme die lautlos im Flug daher,
erwischte es die Maus ganz unvermittelt kalt.
*
Ein Hund, der lauthals bellt, versteht ´s als Warnung.
Erst wenn das Nackenhaar sich aufrecht stellt,
die Zähne blecken, seine Augen stier,
das heißt, wenn er erst nicht mehr bellt,
dann hüte dich vor diesem Tier.
Sein Stillehalten ist nur Tarnung.
*
So auch ein Mensch, der polternd sich gebärdet.
Gefahr droht erst von ihm, wenn er sich seine Wut verkneift
doch innerlich sein Rachgelüste reift,
er eine scheinbar friedlich Maske aufgesetzt,
plötzlich dann zuschlägt und du bist entsetzt.
Du merktest nicht, dass du die ganze Zeit gefährdet!
Der Schrei der Eule, nächtens in dem Wald,
so fürchterlich die Maus erschreckt,
dass sie sich schnell in ihrem Mauseloch versteckt,
was, weil die Eule weit entfernt, so sicherlich nicht nötig wär.
Doch käme die lautlos im Flug daher,
erwischte es die Maus ganz unvermittelt kalt.
*
Ein Hund, der lauthals bellt, versteht ´s als Warnung.
Erst wenn das Nackenhaar sich aufrecht stellt,
die Zähne blecken, seine Augen stier,
das heißt, wenn er erst nicht mehr bellt,
dann hüte dich vor diesem Tier.
Sein Stillehalten ist nur Tarnung.
*
So auch ein Mensch, der polternd sich gebärdet.
Gefahr droht erst von ihm, wenn er sich seine Wut verkneift
doch innerlich sein Rachgelüste reift,
er eine scheinbar friedlich Maske aufgesetzt,
plötzlich dann zuschlägt und du bist entsetzt.
Du merktest nicht, dass du die ganze Zeit gefährdet!
Am Lebensfluss
Es kommt mir vor, als stünde ich auf einem Felsplateau
und unter mir schwellt strömend schnell der Lebensfluss nach irgendwo.
Auf diesem fährt ein Ausflugsschiff mit Tanz und fröhlicher Musik.
Die Leute winken, doch ich rühr mich nicht und winke nicht zurück.
Wohin wohl trägt der Fluss die muntere Ausgelassenheit,
wo geht das Schiff vor Anker, hält welche Abenteuer noch bereit?
Und während sich ein weiteres Boot vom Strome treiben lässt,
steh ich nur da, nicht mal ein Wellenschlag mir meine Zehen nässt.
Gern würde ich wohl dieses Boot besteigen, mich treiben lassen
hin zu unbekanntem Ziel, um für Versäumtes neuen Mut zu fassen.
Doch steh ich hier auf meinem eigenen Felsplateau:
ich steh und steh und rühr mich nicht, frag nicht einmal „wieso?“
Es kommt mir vor, als stünde ich auf einem Felsplateau
und unter mir schwellt strömend schnell der Lebensfluss nach irgendwo.
Auf diesem fährt ein Ausflugsschiff mit Tanz und fröhlicher Musik.
Die Leute winken, doch ich rühr mich nicht und winke nicht zurück.
Wohin wohl trägt der Fluss die muntere Ausgelassenheit,
wo geht das Schiff vor Anker, hält welche Abenteuer noch bereit?
Und während sich ein weiteres Boot vom Strome treiben lässt,
steh ich nur da, nicht mal ein Wellenschlag mir meine Zehen nässt.
Gern würde ich wohl dieses Boot besteigen, mich treiben lassen
hin zu unbekanntem Ziel, um für Versäumtes neuen Mut zu fassen.
Doch steh ich hier auf meinem eigenen Felsplateau:
ich steh und steh und rühr mich nicht, frag nicht einmal „wieso?“
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Immaterielles
Ich möchte gern ein Lächeln heut verschenken,
ein Lächeln, mit ganz vieler Freundlichkeit,
damit die ernsten Mienen unserer Zeit
sich noch erhellen - könnte ich mir denken.
*
Der Liebe zärtlich Hauch möchte ich verbreiten,
damit ein jeder sich einmal geborgen fühlt
und auch die Leidenschaft sich nicht abkühlt,
es sinnlos wird, worüber manche streiten.
*
Mit Toleranz möcht jeden ich erfreuen.
Das anders glauben auch das anders sein
soll überdecken nicht, was uns gemein
und Ängste gegen Fremdes schnell zerstreuen.
*
Ich möchte Zuversicht in alle Herzen legen,
dass man gestärkt und froh sein Werk verrichtet
und Zukunftsängste derartig vernichtet,
damit man sorglos schreiten kann auf allen Lebenswegen.
*
Ich möchte - gerne gäbe ich es her!
Doch Unvermögen setzt mich außer Stande.
Versickern meine Wünsche auch im Sande,
dass ich ´s nicht kann, das schmerzt mich sehr.
Ich möchte gern ein Lächeln heut verschenken,
ein Lächeln, mit ganz vieler Freundlichkeit,
damit die ernsten Mienen unserer Zeit
sich noch erhellen - könnte ich mir denken.
*
Der Liebe zärtlich Hauch möchte ich verbreiten,
damit ein jeder sich einmal geborgen fühlt
und auch die Leidenschaft sich nicht abkühlt,
es sinnlos wird, worüber manche streiten.
*
Mit Toleranz möcht jeden ich erfreuen.
Das anders glauben auch das anders sein
soll überdecken nicht, was uns gemein
und Ängste gegen Fremdes schnell zerstreuen.
*
Ich möchte Zuversicht in alle Herzen legen,
dass man gestärkt und froh sein Werk verrichtet
und Zukunftsängste derartig vernichtet,
damit man sorglos schreiten kann auf allen Lebenswegen.
*
Ich möchte - gerne gäbe ich es her!
Doch Unvermögen setzt mich außer Stande.
Versickern meine Wünsche auch im Sande,
dass ich ´s nicht kann, das schmerzt mich sehr.
Dienstag, 9. Dezember 2008
Fernsehunterhaltung
Sie zieht und schleppt
unausgefüllte Tagesstunden
an schlaffen tatenlosen
Zuschauern vorbei.
Zeigt bunte Bilder
aus dem Leben anderer
fiktiv, manchmal auch aus
einer bizarren Wirklichkeit geschnitten.
Leben zurechtgestutzt
auf ein leuchtendes Rechteck
zieht an Voyeuren vorbei
deren eigenes Leben
unbeachtet
im Sessel dahin döst.
Was, wenn der Strom ausfällt?
Sie zieht und schleppt
unausgefüllte Tagesstunden
an schlaffen tatenlosen
Zuschauern vorbei.
Zeigt bunte Bilder
aus dem Leben anderer
fiktiv, manchmal auch aus
einer bizarren Wirklichkeit geschnitten.
Leben zurechtgestutzt
auf ein leuchtendes Rechteck
zieht an Voyeuren vorbei
deren eigenes Leben
unbeachtet
im Sessel dahin döst.
Was, wenn der Strom ausfällt?
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